Die Rolle des Kraftrades (Motorrades) im deutschen Militär des 1. Weltkrieges wird in dieser Publikation erstmals und umfassend dokumentiert. Zu Kriegsbeginn wurden noch, oft farbenfrohe, Zivilmotorräder eingezogen um an der Westfront als Meldefahrzeuge zu dienen. 1915-16 kamen die ersten vereinheitlichten Heeresmodelle der Firmen Wanderer und NSU dazu. Besondere Kapitel sind weiterhin zu den Seitenwagengespannen, Motorrädern mit MG-Bewaffnung, Schienen-Krädern, Motorrad-Feldwerkstätten, Beute-Motorrädern und der Uniformierung der Kraftradfahrer zu finden.
Wie bei den Personenkraftwagen gab es bei Kriegsausbruch in der kaiserlichen Armee keine eigenen Militärmotorräder. Alle Exemplare stammten Anfangs aus requirierten zivilen Beständen. 1915/16 tauchten dann die ersten "echten" Heeresmotorräder auf. Diese Veröffentlichung bietet zum erstmalig einen umfassenden schriftlichen und bildlichen Überblick über die requirierten zivilen Motorräder sowie die späteren Armeemodelle der kaiserlich-deutschen Streitkräfte in den Jahren 1914-18. Umfassend mit bisher unveröffentlichten Fotos illustriert, werden die beiden Haupthersteller Wanderer und NSU sowie die für das Militär beschlagnahmten deutsche und ausländischen Motorradmarken detailliert präsentiert. In weiteren Kapiteln wird die Verwendung von militärischen Motorrad-Beiwagenkombinationen, mit Maschinengewehren bewaffneten Motorrädern, Reparaturwerkstätten vor Ort und den Uniformen der Militärmotorradfahrer beschrieben.