Nach dem Eintritt Amerikas in den Zweiten Weltkrieg begann die USAAF umgehend mit den Vorbereitungen auf die bevorstehenden Kämpfe. Zu den neuen Anforderungen gehörte die Entwicklung eines Jagdflugzeugs, das tief in europäisches Gebiet oder über die gewaltigen Weiten des Pazifiks fliegen konnte. Im Rahmen des sogenannten Fighter Aircraft Range Extension Program (Programm zur Reichweitenvergrößerung von Jagdflugzeugen) wurde zwar die Reichweite aller taktischen Flugzeuge der USAAF und insbesondere der Jäger erhöht, doch galt der North American P-51 Mustang besonderes Augenmerk. Dieses wegweisende amerikanische Programm führte zur Konstruktion der Lockheed P-38J und der North American P-51B; beide Flugzeugtypen waren dazu gedacht, die Langstreckenbomber der USAAF zu jedem ihnen zugewiesenen Ziel zu eskortieren. Diese beiden Modelle befanden sich noch in der Entwicklungsphase, als die USAAF im August und Oktober 1943 die berüchtigten Luftangriffe auf die bayerische Stadt Schweinfurt flog. Die einzigen zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Begleitjäger waren die Republic P-47 Thunderbolts, deren Reichweite jedoch begrenzt war. Die Angriffe endeten für die Bomberverbände in einer Katastrophe. Angespornt durch die Ereignisse von Schweinfurt trieben die amerikanischen Konstrukteure eine Reihe von Verbesserungen an der P-51 Mustang voran. Parallel zur Entwicklung der North American XP-51B wurden Entwürfe für sogenannte Lightweight Super Mustangs (leichte Super-Mustangs) vorgelegt. Nachdem die Idee gebilligt worden war, entstanden rasch erste Konstruktionspläne. Jedes Flugzeug sollte mit der berühmten Bubble-Canopy (einer tropfenförmigen Cockpithaube) sowie mit immer leistungsstärkeren Packard-V-1650-Motoren ausgestattet werden bei Letzteren handelte es sich um amerikanische Lizenzbauten des Rolls-Royce-Merlin-Triebwerks. Das Ergebnis dieser Arbeiten war eine neue Generation extrem leichter Mustangs beeindruckende Jagdflugzeuge, die wohl jedem damals im Einsatz befindlichen Spitfire-Modell überlegen waren. In diesem Buch beleuchtet James William Marshall einen bislang wenig bekannten Aspekt der P-51-Geschichte; zudem widerlegt er die Verschwörungstheorie der sogenannten Bomber Mafia, der zufolge US-Flugzeugbesatzungen ihr Leben unnötig verloren hätten angeblich aufgrund der hartnäckigen Überzeugung, der Bomber würde immer durchkommen. Dies ist somit die Geschichte, wie die Vereinigten Staaten schließlich das wohl beste einsitzige Langstreckenjagdflugzeug des Krieges entwickelten: die P-51H, die letzte Serienversion der Mustang.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Marshall, James W.
Titel
The Lightweight Mustangs
Details
Englischer Text, 32 sw-Abb. 272 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
The Best Fighters of WW2
Pen & Sword Books Ltd Church Street 47 S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich