Dies sind die bislang unveröffentlichten Kriegserinnerungen von Martin Ferrey, der im Zweiten Weltkrieg als Offizier an der Front bei der "No. 9 Commando"-Einheit diente. Ferrey, der 1940 zunächst widerwillig seinen Dienst bei den Scots Guards angetreten hatte, durchlief die Ausbildung in Sandhurst, bevor er sich freiwillig zu den Army Commandos meldete. Mit dieser Einheit kämpfte er in Gibraltar, Italien und Albanien Schauplätze einiger der härtesten Gefechte des Mittelmeerfeldzugs. Er absolvierte seine Ausbildung in Achnacarry und Lochailort in der frühen Aufbauphase der Commandos und nahm anschließend an verschiedenen Operationen teil, darunter der Überfall auf die Tremiti-Inseln, die Landung bei Anzio und die erbitterten Kämpfe um den Monte Ornito nördlich des Flusses Garigliano, bei denen er schwer verwundet wurde. Zudem war er an Einsätzen in Albanien beteiligt, als die Alliierten versuchten, den deutschen Rückzug vom Balkan zu stören. Mit bemerkenswerter Offenheit, Humor und Selbstreflexion schildert Ferrey sowohl die Absurdität als auch die Brutalität des Soldatenlebens im Krieg. Eindringlich beschreibt er die Strapazen der Ausbildung, den Alltag bei Commando-Einsätzen, die Angst und Verwirrung im Gefecht sowie die körperlichen und psychischen Folgen der Kämpfe. Dabei begegnet er einer Reihe faszinierender Persönlichkeiten jener Zeit, darunter Randolph Churchill, Evelyn Waugh, Lord Mountbatten und viele der berühmtesten britischen Spezialkräfte-Soldaten. Ergänzt durch Familienbriefe, Fotos und redaktionelle Anmerkungen, ist "Soldier of Misfortune" nicht nur ein Bericht über den Dienst bei den Commandos, sondern auch eine ungewöhnlich tiefgründige Schilderung des Ringens eines Offiziers, Mut, Angst, Pflichtgefühl und Überlebenswillen im Krieg miteinander in Einklang zu bringen.