Band 166 der Reihe "From Reason to Revolution 1721-1815". Der von französisch-italienischen Truppen in Katalonien geführte Krieg war eine der dramatischsten Phasen des Spanienfeldzugs. Es war ein Krieg, in dem sich Heldentaten mit der Schande der Plünderung vermischten ein Feldzug, bei dem der Kampf ums eigene Überleben wichtiger wurde als der endgültige Sieg. Unter den Feldzügen, die Italiener an der Seite Napoleons bestritten, war der Spanienfeldzug zweifellos der beschwerlichste. Im Jahr 1808 überschritt das "Corps dArmée des Pyrénées-Orientales" die Grenze, um in Katalonien einzumarschieren. Zu diesem Verband gehörte eine Division, die sich vollständig aus Regimentern der Königreiche Italien und Neapel zusammensetzte. Die plötzliche Besetzung Barcelonas provozierte die Katalanen, die unmittelbar vor den Stadtmauern einen gnadenlosen Widerstand gegen die Invasoren organisierten. Binnen kurzer Zeit schlug die Unzufriedenheit der Bevölkerung in einen Krieg ohne Gnade um. Die italienischen Soldaten unter General Giuseppe Lechi wurden bald eingekesselt und zu einer unkonventionellen Kriegsführung gezwungen, bei der die katalanischen Paramilitärs stets einen deutlichen Vorteil hatten. Die italienische Division blieb isoliert; abgeschnitten von jeglicher Verbindung nach Frankreich und ohne Nachschub, waren die Soldaten gezwungen, mit allen Mitteln ums Überleben zu kämpfen. "Dust, Blood and Bravery" schildert die dramatischen Erlebnisse jener Soldaten, die einen Überlebenskampf führen mussten, geprägt von strapaziösen Märschen, plötzlichen Hinterhalten, brutalen Plünderungen sowie langen, qualvollen Belagerungen wie der von Girona. Gestützt auf die Memoiren italienischer Offiziere und zahlreiche bislang unveröffentlichte Dokumente, offenbart "Dust, Blood and Bravery" die Brutalität eines Konflikts zwischen zwei einander ähnlichen Völkern: den Italienern und den Spaniern.