Band 115 der Reihe "Naval Fighters". Das erste speziell für den Flugzeugträgereinsatz gebaute Düsenflugzeug der U.S. Navy war die McDonnell FD-1/FH-1 "Phantom", die im Januar 1943 in Auftrag gegeben wurde. Das kleine, elegante Flugzeug hatte eine lange Entwicklungszeit, da sich die Entwicklung der Westinghouse-Triebwerke verzögerte.
Ursprünglich waren sechs oder sogar acht kleine, im Flügel verbaute Triebwerke mit einer Schubkraft von 300 Pfund in Betracht gezogen worden, bevor man sich auf zwei Triebwerke mit einer Schubkraft von 1600 Pfund einigte. Diese waren knapp außerhalb der Flügelwurzeln angebracht und ermöglichten den Einsatz von konventionellen Klappen und Querrudern in beliebiger Größe am Flügel. Die Maschine war mit einem dreistufigen Fahrwerk, einem Heckhaken und einer Katapultanlage ausgestattet. Das 500 mph schnelle Flugzeug flog erstmals 1946, und es wurden zwei XFD-1-Prototypen sowie 60 FD-1- und FH-1-Serienflugzeuge gebaut, wobei die Hälfte der FH-1 an das Navy-Trägergeschwader VF-17A/VF-171 und die andere Hälfte an das Marinekorpsgeschwader VMF-122 ging. Die Navy setzte ihre komplette Staffel an Bord der USS "Saipan" (CVL-48) und der USS "Franklin D. Roosevelt" (CVB-42) ein, um die Machbarkeit von Düsenflugzeugen auf Flugzeugträgern zu beweisen. Auch die Marines stellten ein FH-1-Flugdemonstrationsteam, die "Flying Leathernecks", auf. Die FH-1 hatte in der Luft keine Schwächen, und mit neuen Triebwerken wurde die "Phantom" zum größeren und sehr erfolgreichen trägergestützten Düsenjäger des Koreakriegs, der F2H "Banshee", weiterentwickelt. Die "Phantoms" wurden von 1950 bis 1954 als Reserveflugzeuge eingesetzt, bevor sie aus dem Dienst genommen wurden.