In diesem Buch zeigte der Autor, wie das Versagen von Jefferson Davis und seiner militärischen Führung im Westen den Weg für die Niederlage der Konföderierten ebnete. In "Davis and Lee at War" schließt er seine Studie über Davis als Oberbefehlshaber der Rebellen ab und zeigt, wie das Fehlen einer einheitlichen Zielsetzung und Strategie im Osten das Schicksal der Konföderation besiegelte. Woodworth argumentiert, dass Davis und Robert E. Lee, der größte militärische Führer des Südens, sehr gegensätzliche Ansichten über die richtige Führung des Krieges hatten. Davis war davon überzeugt, dass der Süden einen Verteidigungskrieg führen sollte, um die politische und populäre Unterstützung des Nordens für den Krieg einfach zu überdauern. Lee und die anderen Generäle des Ostens - vor allem P.G.T. Beauregard, Gustavus Smith und Stonewall Jackson - wollten dagegen unbedingt in die Offensive gehen. Sie waren davon überzeugt, dass nur schnelle und entscheidende Siege auf dem Schlachtfeld den Norden daran hindern würden, sie schließlich mit seiner überwältigenden Überlegenheit an Männern und Material zu besiegen. Davis und Lee, so zeigt Woodworth, hatten während des größten Teils des Krieges gegenseitigen Respekt voreinander. Doch dieser Respekt war mit einem hartnäckigen Widerstand gegen den Einfluss des anderen verbunden. Das Ergebnis dieses angespannten Tauziehens war Davis' fehlgeleitetes Streben nach einem Mittelweg, der keiner der beiden Strategien die besten Erfolgsaussichten bot. Der Krieg endete schließlich blutig, und Davis war so unentschlossen wie eh und je und merkte kaum, wie wenig Vertrauen seine Generäle in seine Führung hatten. Woodworth stützt sich umfassend auf die Nachlässe von Jefferson Davis und die Werke führender Bürgerkriegshistoriker und rückt die militärischen Kampagnen im Osten in ein völlig neues Licht und erweitert unser Verständnis von Davis als Führer der Konföderation.