Die Skoda-Werke in Pilsen waren bereits seit den Zeiten der Österreichisch-Ungarischen Monarchie ein traditioneller Waffenhersteller und -lieferant, und nach der Gründung der unabhängigen Tschechoslowakischen Republik im Jahr 1918 setzte das Unternehmen diese Tradition fort und wurde zu einem der wichtigsten Waffenlieferanten für die neue tschechoslowakische Armee und exportierte auch eine große Anzahl von Waffen in alle Welt. In den 1930er Jahren entwarf die Skoda-Entwicklungsabteilung ein modernes 37-mm-Panzerabwehrgeschütz im A3-Format, das später von der Armee akzeptiert und unter der Bezeichnung 3,7 cm KPUV vz.34 (KPUV steht für Kanon Proti Utocne Vozbe oder Panzerabwehrkanone) eingesetzt wurde. Das Skoda-Konstruktionsteam ruhte sich nicht auf seinen Lorbeeren aus und entwickelte ein modernisiertes Modell mit der Bezeichnung A4, das während seiner Erprobung hervorragende Ergebnisse erzielte und die ursprüngliche 3,7-cm-KPUV-Kanone deutlich übertraf. Der neue Typ verwendete jedoch eine andere Art von Munition, weshalb der Verschluss umgestaltet werden musste, um auch die frühere Munition verwenden zu können. Danach stand der Übernahme der A4-Kanone durch die tschechoslowakische Armee nichts mehr im Wege, die sie unter der Bezeichnung 3,7 cm KPUV vz.37 verwendete. Zu dieser Zeit war diese Waffe die weltweit beste in ihrer Kategorie. Die Produktionskanonen wurden in mehreren Varianten geliefert, als Typ P für Infanterieeinheiten (P=pechota, oder Infanterie) mit Speichenrädern, für Kavallerieeinheiten als Typ J (J für jezdectvo, Kavallerie) mit Luftreifen mit Standardscheiben und als Typ M, der hinter einem motorisierten Fahrzeug transportiert werden konnte. Die A4-Kanonen wurden unter anderem auch nach Jugoslawien, Bulgarien und Ungarn exportiert. Im Jahr 1938 standen fast tausend KPUV-Kanonen beider Typen zur Verteidigung der Tschechoslowakei bereit, davon 390 vom Typ vz.37 P und 300 vom Typ vz.37 M. Die 3,7 cm KPUV-Kanone vz.37 war in der Lage, die Panzerung aller Panzer der Wehrmacht zu durchschlagen. Letztendlich wurden diese Geschütze jedoch zuerst von der deutschen Wehrmacht im Kampf eingesetzt, die, nachdem sie erkannt hatte, dass die tschechoslowakischen Geschütze den deutschen überlegen waren, sie unter der Bezeichnung 3,7 cm PAK 37(t) in Dienst stellte. Wie wirksam diese Geschütze waren, erfuhren die Soldaten in Polen, Frankreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden zu ihrem eigenen Nachteil. Letztlich machte erst der Angriff auf die Sowjetunion die 37-mm-Kanonen obsolet, da sie gegen die neuen sowjetischen mittleren und schweren Panzer nicht mehr wirksam waren. Dennoch blieben die Geschütze fast bis zum Ende des Krieges in Betrieb. Zu ihren Nutzern gehörte auch die Armee des slowakischen Staates, der auf den Trümmern der ehemaligen Tschechoslowakei errichtet worden war. Die slowakische Armee setzte die 3,7 cm Geschütze auch gegen die UdSSR ein, allerdings mit ähnlichen Schwierigkeiten wie die Wehrmacht. Die Teile des Modells wurden in 3D entworfen und in eine Stahlform gepresst. Sie sind auf zwei Rahmen aus grauem Kunststoff verteilt. Das vollfarbige Handbuch bietet drei verschiedene Arten von Kanonen - eine in der dreifarbigen Tarnung der tschechoslowakischen Armee und zwei Kanonen, die von der Wehrmacht verwendet wurden. Eine der erbeuteten Kanonen ist in der originalen tschechoslowakischen Armeebemalung, die zweite - Bertha genannt - ist in der deutschen Panzertarnung.
Gruppe
Modellbau
Beschaffenheit
unbemalt, unmontiert (Bausatz, Kit)
Größe/Maßstab
Maßstab 1:35
Material
Kunststoff
Epoche
2. Weltkrieg und III. Reich
Zeit
1939 - 1945
Nationalität/Ort
Deutschland
Zustand
Ladenneu
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