Im März 1945, wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs, ermordeten Soldaten von Waffen-SS und Wehrmacht im Sauerland 208 sowjetische und polnische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, darunter auch Kinder und einen Säugling. In drei Nächten verübte die Einheit unter SS-Obergruppenführer Hans Kammler das schwerste Verbrechen der Kriegsendphase im Deutschen Reich außerhalb von Gefängnissen, Konzentrationslagern und "Todesmärschen". Marcus Weidner rekonstruiert nicht nur die dreitägigen Massaker, sondern untersucht auch die ersten alliierten Ermittlungen, die juristische Ahndung durch deutsche Behörden in den 1950er Jahren und den schwierigen erinnerungskulturellen Umgang mit den Taten, ihren Relikten und den Gräbern der Opfer in der Region. Band 91 der Reihe "Forschungen zur Regionalgeschichte".
Autor
Weidner, Marcus
Titel
Die Toten von Meschede
Details
993 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
Ein Kriegsendphaseverbrechen im März 1945. Rekonstruktion, Strafverfolgung, Erinnerungskultur
Schöningh Postfach 2540 33055 Paderborn Deutschland