Decals zum Bau folgender Flugzeuge liegen bei: 1) He 51B-2, Bordflugzeug, Kreuzer Leipzig, 1936. 2) He 51B-2, 1.Kü.J.St./136, Kiel-Holtenau, Sommer 1936.
Im Jahr 1935 wich Deutschland endgültig von den Bestimmungen des Versailler Vertrags ab, der dem Land nach dem Ersten Weltkrieg den Besitz von Angriffswaffen, einschließlich Kampfflugzeugen, untersagte. Eines der ersten richtigen Jagdflugzeuge, das die Luftwaffe wieder in Betrieb nahm, war die Heinkel He 51, die von dem talentierten Konstrukteur Ernst Heinkel entworfen wurde. Dieser Doppeldecker wurde zu einer der Hauptstützen der Luftwaffe, und seine Rolle, die zunächst ausschließlich im Luftkampf gesehen wurde, wurde auf den Einsatz als leichter Bomber oder zur Luftunterstützung ausgeweitet. Zur gleichen Zeit begann Deutschland mit der vollständigen Aufrüstung der Kriegsmarine, zu der auch die Luftfahrt gehörte. Die Hauptaufgabe eines Seejägers sollte die Unterstützung der Kriegsmarineschiffe aus der Luft in der Küstenzone sein, aber auch der Schutz der nationalen Küstenzone. Da die Heinkel He 51 von ihren Entwicklern ursprünglich als Seeflugzeug konzipiert worden war, baute die Firma Heinkel sehr bald eine Heinkel He 51 zu einem Wasserflugzeug um. Die Ergebnisse der Flugerprobung waren mehr als zufriedenstellend und so wurde sofort eine erste Serie von acht Maschinen bestellt, die aus Standardmaschinen der He 51A umgebaut wurden. Zu diesem Zeitpunkt war bereits eine beträchtliche Anzahl der He 51B-Variante hergestellt worden, und so wurde die folgende Serie von 38 Maschinen nach dem neuen Standard produziert, wobei diese Maschinen als Heinkel He 51B-2 bezeichnet wurden. Alle 46 Maschinen wurden an das Küstenjagdgeschwader I./JG136 geliefert, das in Kiel und Jever stationiert war. Diese Flugzeuge wurden bis Ende der dreißiger Jahre eingesetzt, aber mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden sie als veraltet betrachtet und an Ausbildungseinheiten abgegeben.