In einer kalten, mondhellen Nacht im Januar 1944 sprang die gerade einmal 20-jährige Anne-Marie Walters mit dem Fallschirm über Südwestfrankreich ab, um gemeinsam mit der Résistance die lang erwartete Invasion der Alliierten vorzubereiten. Als Tochter eines britischen Vaters und einer französischen Mutter sollte sie als Kurierin für George Starr, den Leiter des Wheelwright-Netzwerks der SOE, tätig sein. In den folgenden sieben Monaten durchquerte Anne-Marie die Region, überbrachte Nachrichten, lieferte Sprengstoff, organisierte die Flucht abgestürzter Flieger und empfing mitten in der Nacht Fallschirmabwürfe mit Waffen und Personal - dabei lebte sie in ständiger Angst, von der Gestapo gefasst und gefoltert zu werden. Dann, am Vorabend der Befreiung, wurde sie zu Fuß über die Pyrenäen nach Spanien geschickt, um dringende Depeschen nach London zu überbringen. Anne-Marie Walters schrieb "Moondrop to Gascony" unmittelbar nach dem Krieg, als die Ereignisse noch lebhaft in ihrem Gedächtnis waren. Es ist eine Geschichte voller Abenteuer, Kameradschaft und Freundlichkeit, voller Verrat und entsetzlicher Gräueltaten und voller oft unbeachteter Tapferkeit vieler gewöhnlicher französischer Männer und Frauen, die ihr Leben riskierten, um die deutschen Truppen aus Frankreich zu vertreiben. Und durch all das hindurch strahlt Anne-Maries stille Tapferkeit, ihr ausgeprägter Sinn für Humor und vor allem ihre pure Lebensfreude.