Einer der großen Namen in der britischen Industriegeschichte, die Fairfield Shipbuilding & Engineering Co. Ltd., Govan, Glasgow, war schon immer mit Innovation verbunden - insbesondere mit der Entwicklung der Verbunddampfmaschine, die eine hohe Kraftstoffeffizienz im Hochseetransport ermöglichte und zur allgegenwärtigen dreifach expandierenden Dampfmaschine führte. Durch die Konstruktion und den Bau von rekordbrechenden Atlantiklinern und deren Maschinen für die Unternehmen Guion und Cunard wurde Fairfield im späten 19. Jahrhundert zur wichtigsten Schiffswerft und zum wichtigsten Schiffsmotorenwerk der Welt. Es folgten Admiralitätsaufträge für alle Arten von Kriegsschiffen, insbesondere während der Weltkriege und als Rettungsanker während der Depression in den 1920er und frühen 1930er Jahren. Am bekanntesten war die Fairfield-Werft jedoch wahrscheinlich für den Bau prächtig ausgestatteter Zwischendeckschiffe, darunter eine Reihe von Empress-Schiffen für Canadian Pacific. Als der Schiffbau in Großbritannien ab Ende der 1950er Jahre stetig zurückging, geriet Fairfield, eine der modernsten Werften Europas mit einem großen Auftragsbestand, in die Schlagzeilen - diesmal nicht wegen des Stapellaufs oder der Fertigstellung eines Schiffes, sondern wegen der Insolvenz im Jahr 1965. Die nächsten 35 Jahre, die größtenteils in staatlichem Besitz waren, waren von verschiedenen Namensänderungen und Kampagnen zur Erhaltung der Werft geprägt. Da der traditionelle Markt für "hochwertige" Tonnage weggefallen war und die Werft nicht mehr als Kriegsschiffwerft ausgewiesen war, mussten neue kommerzielle Märkte gefunden werden. Als dieser Überlebenskampf so gut wie vorbei zu sein schien und die nahezu vollständige Eliminierung der kommerziellen Schiffbauindustrie in Großbritannien nun abgeschlossen war, erwarb BAE Systems im Jahr 2000 die Werft und brachte damit Stabilität und Kontinuität. Die ehemalige Fairfield-Werft ist wieder ein bedeutender Kriegsschiffbauer und war maßgeblich am Zerstörerprogramm Typ 45, der Produktion wichtiger Blöcke für die Flugzeugträger der Queen-Elizabeth-Klasse, der fünf Offshore-Patrouillenschiffe der River-Klasse und derzeit am Fregattenprogramm Typ 26 beteiligt. Die Skyline von Glasgow wird sich bald verändern, wenn BAE Systems seine Schiffbauhalle der nächsten Generation fertigstellt, in der zwei Fregatten des Typs 26 nebeneinander unter Dach gebaut werden können. Die Zukunft sieht also rosig aus für die letzte der großen Clyde-Werften.