Dies ist eine innovative Studie, die untersucht, ob oder wie eine ausgewählte Gruppe von Offizieren der britischen Armee - Brigadiere - zwei unmittelbare strategische Niederlagen aufgrund ihres sozialen, beruflichen und militärischen Hintergrunds aus der Vorkriegszeit überlebten und danach weiter dienten und aufstiegen - oder nicht. Bis zum Frühsommer 1940 hatte die britische Armee in Europa zwei gleichzeitige strategische Niederlagen erlitten - in Frankreich und Belgien von Mai bis Juni und in Norwegen von April bis Mai. "Point of Failure" befasst sich mit einer bestimmten Gruppe von Offizieren der britischen Armee, Brigadegenerälen, die dort gedient haben. Im Jahr 1940, als der Rang des Brigadegenerals existierte, war er eher ein Wartestand für einen Offizier, der vorübergehend einen Posten innehatte, um eine Aufgabe zu erfüllen. Danach kehrte er entweder zum Rang des Obersten zurück oder wurde zum Generalmajor befördert. Daher waren Brigadegeneräle gewissermaßen das "mittlere Management" der Armee - auf dem Weg nach oben oder ohne weitere Fortschritte. "Point of Failure" zielt darauf ab, diese Gruppe von Offizieren zu untersuchen und zu sehen, ob ihr berufliches Überleben und/oder ihr beruflicher Aufstieg nach 1940 durch Faktoren beeinflusst wurde, die vor 1940 vorherrschten. Es werden Faktoren angesprochen, die vor 1940 zur Beförderung von Offizieren beigetragen haben könnten, seien es berufliche, soziale oder operative Faktoren. Berücksichtigt werden auch diejenigen, von denen man annimmt, dass sie dazu beigetragen haben, die sich aber in diesem Buch als entweder ineffektiv oder weniger einflussreich herausstellen als in früheren Annahmen, die sich aus der Literatur über die britische Armee im Zweiten Weltkrieg ergeben, wie z. B. der Einfluss der Protektion durch hochrangige Offiziere, insbesondere Bernard Montgomery und Alan Brooke. "Point of Failure" stützt sich naturgemäß in erheblichem Maße auf Sekundärquellen wie Feldzugsberichte, Biografien und biografische Quellen. Primärquellen wie Kriegstagebücher, persönliche Aufzeichnungen und Autobiografien werden zwar verwendet, unterliegen jedoch Einschränkungen. Die wichtigste Primärquelle, die auf persönlicher Ebene äußerst aufschlussreich wäre, nämlich die vertraulichen Jahresberichte der Offiziere während ihrer gesamten Laufbahn, bleibt für Forscher geschlossen und unzugänglich. Um zu untersuchen, ob die in diesem Buch diskutierten Faktoren infolge der über drei Jahre andauernden Kämpfe vorherrschten oder sich veränderten, werden in einem späteren Kapitel die Offiziere, die am D-Day und in den Anfangsphasen der Schlacht um die Normandie im Jahr 1944 in kämpfenden Kommandos dienten, mit ihren Pendants aus dem Jahr 1940 verglichen.