Kurz nach der überraschenden Bombardierung von Pearl Harbor Ende 1941 gerieten über 70.000 amerikanische und philippinische Soldaten auf den Philippinen in japanische Gefangenschaft. Was diesen jungen Männern widerfuhr, wird von vielen Militärhistorikern als eine der barbarischsten Abfolgen von Kriegsverbrechen in der Geschichte angesehen, ist aber dennoch eine unglaublich inspirierende Geschichte von unvergleichlichem Heldentum und Überleben.
Nach dem japanischen Kodex des Bushido hatte ein Soldat, der lebend gefangen genommen wurde, sich selbst und sein Land entehrt, weshalb die neuen Gefangenen oft mit äußerster Verachtung betrachtet wurden. Second Lieutenant Patrick Rafferty und seine Mitstreiter, die "Battling Bastards of Bataan", hatten gerade das Recht auf eine menschliche Behandlung verwirkt, zumindest in den Augen ihrer Entführer. Die Männer wurden gezwungen, in unerträglicher Hitze ohne Wasser und Nahrung über 65 Meilen nach Norden zu marschieren, und wurden routinemäßig hingerichtet, wenn sie Anzeichen dafür zeigten, dass sie das Vorankommen zu ihrem Internierungslager verlangsamten. Einigen Schätzungen zufolge kamen während des berüchtigten Bataan-Todesmarsches fast 18.000 Männer ums Leben, deren Knochen und Seelen kurzerhand in flachen Gräbern am staubigen Straßenrand verscharrt wurden.
Auf diejenigen, die das Glück hatten, den Todesmarsch zu überleben, warteten grausame japanische Gefangenenlager. Lange, harte Tage unerbittlicher Sklavenarbeit unter den wachsamen Augen und mit den Schlagstöcken der Gefängniswärter trieben so manchen jungen Soldaten in sein frühes Grab. Wenn die Folterungen und Hinrichtungen nicht das Leben kosteten, so konnte eine Vielzahl von Darmerkrankungen den Tod bedeuten, was auch oft geschah.
Da die Gefangenen keinen Kontakt zur Außenwelt hatten, wurde ihnen versichert, dass die USA und ihre Verbündeten kapituliert hätten, was zu den grausamen körperlichen Strapazen noch weitere schwere psychische Qualen verursachte. Zu dieser quälenden Ungewissheit kam noch hinzu, dass Gefangene wie Rafferty routinemäßig an neue Orte verlegt wurden, manchmal über die berüchtigten "Höllenschiffe" wie die Oryoku Maru, auf denen alliierte Soldaten routinemäßig zu Tausenden ertranken oder ermordet wurden, oft durch Beschuss der eigenen Truppen. Dennoch ziehen sich Geschichten von unerschütterlicher Freundschaft und Kameradschaft wie ein roter Faden durch Raffertys Bericht, der oft von seinem bostonisch-irischen Sinn für Humor geprägt ist und die Schrecken gut ausbalanciert.
Jahrzehnte später sprach der damalige Oberstleutnant Rafferty endlich mutig über seine lange verdrängten Erinnerungen und den damit verbundenen Schmerz. Mit beeindruckender Detailgenauigkeit sprach er in ein tragbares Tonbandgerät und enthüllte die wahre Geschichte dessen, was er und seine gefangenen Brüder erleiden mussten. Neben anderen atemberaubenden Anekdoten aus seinen dreieinhalb Jahren als Kriegsgefangener war sein vielleicht ergreifendster persönlicher Horror, dass er seine amerikanischen Soldaten lebendig begraben musste, während ihm selbst ein Bajonett in den Nacken gestochen wurde, um sicherzustellen, dass die Schaufelarbeit weiterging.
Dies ist also ein bewegender Bericht aus erster Hand über das Überleben in seiner brutalsten Form.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Godfrey, Chad
Titel
The Bataan Death March. A Soldier’s Personal Story of Survival and Captivity under the Japanese
Details
Englischer Text, 32 sw-Abbildungen. 256 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Frontline Books 47 Church Street, Barnsley S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich