Im 18. und 19. Jahrhundert basierte die Militärstrategie sowohl auf einer Kombination aus Stoß- und Feuerkraft als auch auf Manövern. Während das Feuer zu Recht der Infanterie und Artillerie zugeschrieben werden kann, ist der Stoß die Aufgabe der Kavallerie, während das Manöver, sei es Umgehung, Einkreisung oder Verfolgung, hauptsächlich der leichten Kavallerie obliegt, deren Archetyp die Husaren sind. Diese taktischen Prinzipien Napoleons waren ausschlaggebend für die Gründung von 14 Husarenregimentern innerhalb der Grande Armée. Sie waren für die Vorhutkämpfe zuständig und nahmen auch an allen großen Kavallerieangriffen seit Ludwig XIV. bis zum Krieg von 1870-1871 teil. Die hier erstmals zusammengestellten Artikel wurden zwischen 1887 und 1892 von Commandant de Juzancourt (1845-1896) in der "Revue de cavalerie" veröffentlicht. Sie geben zunächst einen Überblick über die Geschichte der Husarenregimenter des Ersten Kaiserreichs und gehen dabei bis zu ihren Ursprüngen in den unter Ludwig XIV. aufgestellten ungarischen Korps zurück. Anhand der Veränderungen und Neuerungen während der Revolution und des Ersten Kaiserreichs verfolgt der Autor dann die Geschichte dieser Regimenter "durch die Menschen" bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1815. Ab der Zweiten Restauration wurden jedoch neue Husarenregimenter gebildet, die keine direkte Verbindung zu den vorherigen hatten. Das "Précis" folgt nun der Abstammung "nach Nummern" und erzählt die Geschichte der 1816 neu gegründeten Regimenter bis 1890, indem es sie anhand ihres Ranges mit ihren Vorgängern von 1815 in Verbindung bringt.