Im Juni 1944 fotografierte ein Fotograf der Zeitung "Stars and Stripes" eine Gruppe Fallschirmjäger, die sich auf die Invasion in der Normandie vorbereiteten - ihre Gesichter mit Kriegsbemalung bedeckt, die Haare zu Irokesenschnitten rasiert. Der amerikanischen Öffentlichkeit waren sie unbekannt, doch innerhalb der 101. Luftlandedivision war die 1. Sprengstoffabteilung des 506. Fallschirmjägerregiments - die "Schmutzigen Dreizehn" - bereits berüchtigt. Bekannt für ihre Wildheit und Disziplinlosigkeit, gerieten sie während des Trainings ständig in Schwierigkeiten, führten aber dennoch einige der gefährlichsten Missionen des Krieges in Europa erfolgreich durch und erlitten dabei schwere Verluste. Jack Agnew, geboren in Belfast und aufgewachsen in Philadelphia, war gerade einmal 19 Jahre alt, als er sich 1942 freiwillig meldete. Er wollte Pilot werden, doch da er nicht über den nötigen Hochschulabschluss verfügte, meldete er sich freiwillig zu den Fallschirmjägern - und sprang aus Flugzeugen, anstatt sie zu fliegen. In Toccoa führten seine mechanischen Fähigkeiten, sein Überlebensinstinkt und seine Treffsicherheit zu seiner Auswahl für das Sprengkommando, aus dem später die "Filthy Thirteen" hervorgingen. Als Gründungsmitglied der Einheit absolvierte Jack zusammen mit Jake McNiece alle drei Kampfeinsätze der "Filthy Thirteen". Bei der Landung in der Normandie in den frühen Morgenstunden vor der Invasion kugelte er sich die Schulter aus, half der Einheit aber dennoch, die Brücken über die Douve wie geplant zu halten und Carentan einzunehmen. Im September sprang Jack über den Niederlanden ab, bevor er sich zusammen mit McNiece freiwillig zu den Pathfinders meldete. Beide gehörten zum 506. Pathfinder-Team, das im Dezember in den Kessel von Bastogne absprang, um die Versorgungsflugzeuge zum richtigen Abwurfpunkt zu lotsen und so die Versorgung der 101. Luftlandedivision mit lebenswichtigen Gütern sicherzustellen. Die Überlebenden der "Filthy Thirteen" blieben als Einheit zusammen, bis die Alliierten Deutschland endgültig eroberten. Jack war im Kampf oft als Sprengstoffexperte für die E-Kompanie, die "Band of Brothers", im Einsatz und diente als Späher, als sie das KZ-Lager bei Landsburg entdeckten - er war also der erste Amerikaner vor Ort. Er beendete den Krieg in Österreich, wo er von Colonel Sink zu dessen Leibwächter auserwählt wurde. In den letzten Jahren haben Bücher die Wahrheit über die Männer der Filthy Thirteen enthüllt, jener Einheit, die den Film "Das dreckige Dutzend" inspirierte. Nun kann endlich Jacks Geschichte vollständig erzählt werden, basierend auf seinen eigenen Aufzeichnungen, die von seiner Familie bewahrt wurden.