Im Jahr 1937 gab das Reichsluftfahrtministerium (RLM) Spezifikationen für ein neues Aufklärungsflugzeug der Luftwaffe heraus. An der Ausschreibung beteiligten sich die Firmen Blohm & Voss mit der asymmetrischen BV 141, Arado mit der einmotorigen Ar 198 und Focke-Wulf mit dem Projekt Fw 189. Als Sieger ging Focke-Wulf hervor. Wie die BV 141 zeichnete sich auch die Fw 189 durch eine ungewöhnliche technische Lösung aus. Chefkonstrukteur Kurt Tank entwarf das Flugzeug mit einer zentralen Rumpfgondel und zwei Leitwerksträgern, die von den Motorgondeln ausgingen. Dies bot der dreiköpfigen Besatzung eine hervorragende Sicht. Der Prototyp flog erstmals im Juli 1938, und die Vorserienmaschinen der Ausführung Fw 189 A-0 wurden im September 1940 ausgeliefert. Die Fertigung wurde mit der ersten Serienversion Fw 189 A-1 fortgesetzt. Diese wurde im Focke-Wulf-Werk in Bremen produziert, wo die Fertigung jedoch bald zugunsten der Fw 190 eingestellt wurde. Ab März 1941 lieferte das Prager Aero-Werk die Fw 189 (die Produktion endete 1943). Weitere Exemplare der Fw 189 wurden bis 1944 in französischen Werken in Bordeaux-Mérignac hergestellt. In der zweiten Jahreshälfte 1941 wurde die Version A-1 in der Fertigung durch die Version A-2 mit stärkerer Bewaffnung abgelöst. Zudem wurde eine Kleinserie der Ausführung B (für Schulungs- und Verbindungszwecke) gebaut, die sich durch die Form der Rumpfgondel und weitere Details unterschied. Eine als Fw 189 C bezeichnete Version für Erdkampfeinsätze wurde im Prototypenstadium erprobt; der erste Prototyp Fw 189 V1 stürzte ab, und auch der modifizierte Prototyp Fw 189 V-6 konnte nicht überzeugen. Der Großteil der Fw 189-Flugzeuge kam an der Ostfront zum Einsatz. Die Focke-Wulf Fw 189 A erwies sich als tauglich für den Betrieb von unbefestigten Flugplätzen aus und zeichnete sich durch hervorragende Manövrierfähigkeit und Zuverlässigkeit aus. Einige Fw 189 A-1 wurden sogar mit dem Radar FuG 212 Lichtenstein C-1 sowie einer Schrägbewaffnung ausgerüstet und 1944 in Rumänien als Nachtjäger eingesetzt. Die Fw 189 flog zudem bei den Luftstreitkräften der Slowakei, Ungarns und Rumäniens. Der Bausatz Fw 189 A-1 (SH72546) enthält drei Spritzlinge mit Kunststoffteilen, einen Spritzling mit Klarsichtteilen sowie 3D-Druckteile. Die Decals ermöglichen die Darstellung von zwei deutschen Maschinen, einer erbeuteten sowjetischen Maschine sowie einem norwegischen Flugzeug. Letzteres ursprünglich eine deutsche Maschine von der Ostfront flog kurz vor Kriegsende nach Norwegen und wurde nach dem Krieg von der norwegischen Luftwaffe eingesetzt.
- Modellbausatz einer ungewöhnlich aussehenden Maschine - Interessante Lackierungsvarianten
Gruppe
Modellbau
Beschaffenheit
unbemalt, unmontiert (Bausatz, Kit)
Größe/Maßstab
Maßstab 1:72
Material
Kunststoff
Epoche
2. Weltkrieg und III. Reich
Nationalität/Ort
Deutschland
Zustand
Ladenneu
Kein Spielzeug! Nicht für Kinder unter 14 Jahren!
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