Im Alter von 22 Jahren wurde Leutnant Gérald Pau in der schrecklichen Schlacht bei Froeschwiller 1870 schwer an der rechten Hand verwundet. Angesichts der drohenden Amputation bat er darum, ohne Narkose operiert zu werden, damit die wenigen verfügbaren Mittel für schwerer verletzte Soldaten reserviert blieben. Diese Geste, die sich tief ins Gedächtnis eingebrannt hat, verkörpert die moralischen Werte, die sein ganzes Leben prägen sollten: Mut, Rücksichtnahme und Demut. Über ein halbes Jahrhundert lang diente Gérald Pau Frankreich unermüdlich. Vom Deutsch-Französischen Krieg 1870 bis zum Vorabend der Schlacht um Verdun stieg er in den Rängen auf und übernahm schließlich 1914 das Kommando über die elsässische Armee. Doch er war kein gewöhnlicher Anführer. Bescheiden, anspruchsvoll und seinen Männern treu ergeben, lehnte er oberflächliche Ehrungen ab. Er strebte nicht nach dem Oberbefehlshaberposten; seine Pflicht sah er woanders in seiner Arbeit, seinem vorbildlichen Verhalten und seiner Loyalität. 1918 verließ er das Militär, um auf andere Weise zu dienen: Vierzehn Jahre lang leitete er mit derselben Integrität das Französische Rote Kreuz. Diese Biografie, die auf bisher unveröffentlichten privaten Archiven basiert, erweckt eine zurückhaltende und doch strahlende Persönlichkeit zum Leben, die viel zu lange im Verborgenen geblieben ist.
Autor
Porte, Rémy
Titel
Général Pau
Details
Französischer Text, Paperback. 288 Seiten.
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