Band 9 der Reihe "A Time of Knights 400 CE to 1453 CE". "In meiner Jugend galten jene Briten, die man Engländer nennt, als die zaghaftesten aller Barbaren. Heute sind sie ein überaus kriegerisches Volk." So schrieb der italienische Dichter Petrarca nach dem Sieg des "Schwarzen Prinzen" in der Schlacht bei Poitiers im Jahr 1356. Das Buch "English Armies in France during the Hundred Years War, 13371453" untersucht jene englischen Streitkräfte, die sich während des Hundertjährigen Krieges in Frankreich einen derart furchteinflößenden Ruf erwarben. Es beleuchtet die englische Strategie und Taktik, die Aufstellung der Heere, die darin dienenden Männer, die Zusammensetzung von Expeditionskorps und Garnisonen, die eingesetzten Waffen sowie die Aufrechterhaltung der Disziplin. Dabei werden die Rollen von Hochadeligen, schwer bewaffneten Kriegern (Men-at-Arms), Bogenschützen und anderen Soldaten ebenso betrachtet wie die Entwicklung der Heereszusammensetzung. Anhand von Fallstudien zu bedeutenden Expeditionsheeren und ausgewählten Garnisonen wird veranschaulicht, wie der Anteil der Bogenschützen im Verlauf des Krieges stetig zunahm. Zudem untersucht das Werk das englische Rekrutierungssystem auf der Basis vertraglicher Dienstverpflichtungen ("indentured service"); dieses brachte in den frühen Jahren des Konflikts Heere hervor, die weitaus professioneller waren als jene, die nach dem französischen System - welches sich weitgehend auf feudale Verpflichtungen stützte - aufgestellt wurden. Schließlich werden die von französischer Seite eingeführten Reformen - insbesondere jene unter Karl VII. - analysiert; diese untergruben allmählich den englischen Vorsprung und trugen maßgeblich zur endgültigen Niederlage der Engländer bei Castillon im Jahr 1453 bei.
Autor
Hoskins, Peter
Titel
English Armies in France during the Hundred Years' War, 1337-1453