Unter Rückgriffnahme auf vielfältige zeitgenössische Quellen darunter zahlreiche Augenzeugenberichte beleuchtet das Werk zunächst die medizinische Landschaft jener Epoche und deren enge Verknüpfung mit der Kriegführung. Es hebt die zahlreichen Entdeckungen und Wiederentdeckungen hervor, die als Reaktion auf die stetigen Verbesserungen und Innovationen in der Waffentechnik entstanden. Der wohl bedeutendste technologische Fortschritt in der europäischen Kriegführung dieser Zeit war zweifellos mit der Einführung und Weiterentwicklung von Schusswaffen verbunden; diese ermöglichten es den Armeen, dem Gegner weitaus schwerere Schäden zuzufügen, und führten zugleich zur Entwicklung neuer Behandlungsmethoden. Weitere Kapitel befassen sich mit Knochenbrüchen sowie den Entstellungen und Behinderungen, die Krieger dieser Ära erlitten. Mit der Beulenpest einer der verheerendsten Katastrophen der Menschheitsgeschichte brach Mitte des 14. Jahrhunderts ein Unheil über Europa herein, das in den Folgejahren immer wieder in tödlichen Wellen aufflammte. Sie hinterließ ebenso deutliche Spuren bei den europäischen Armeen wie der Ausbruch eines virulenten Syphilis-Stammes gegen Ende des 15. Jahrhunderts; beide Phänomene werden hier eingehend untersucht. Das abschließende Kapitel widmet sich den psychologischen Folgen des Krieges und betrachtet dessen Auswirkungen sowohl auf die Soldaten als auch auf die breite Zivilbevölkerung Europas im Verlauf dieser zweieinhalb Jahrhunderte.
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Englischer Text, 20 sw-Abb. 224 Seiten.
Pen & Sword Books Ltd Church Street 47 S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich