Diese globale Geschichte der Bekämpfung der Piraterie verknüpft den Kampf gegen den Raub auf See mit dem Aufbau von Weltreichen im 19. Jahrhundert. In der Mitte des 19. Jahrhunderts sahen sich imperiale Mächte weltweit mit lokalem Widerstand in Form von Piraterie konfrontiert. Vom Atlantik über das westliche Mittelmeer, den Persischen Golf und die ostafrikanische Küste bis hin nach Südostasien und China behaupteten diese Mächte, der Fortschritt werde durch die Barbarei und Gier von Piraten gehemmt, die immer wieder imperiale Schiffe angriffen. Die Bekämpfung der Piraterie - gerechtfertigt im Namen der Verbreitung von Zivilisation und freiem Handel sowie der Abschaffung von Sklaverei und Sklavenhandel - bot sowohl westlichen als auch nicht-westlichen Mächten einen Vorwand für territoriale Expansion und die Durchsetzung imperialistischer Ziele. Der Historiker Manuel Barcia schildert diese Konflikte und zeigt auf, wie imperiale Mächte den Kampf gegen die Piraterie häufig als Vorwand nutzten, um die westliche Vorherrschaft in verschiedenen Teilen der Welt zu festigen, während sie zugleich auf gewaltsame Mittel zurückgriffen, die sich kaum von den Methoden derer unterschieden, die sie selbst als Piraten bezeichneten.
Autor
Barcia, Manuel
Titel
Pirate Imperialism
Details
Englischer Text, vereinzelte sw-Abb. 284 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
Trade, Abolition, and Global Suppression of Maritime Raiding, 1825-1870
Yale University Press 47 Bedford Square London WC1B 3DP Vereinigtes Königreich