Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelten sich aus den Knechten der Bauern kriegerische Söldner (Kriegsknechte), die, weil sie arm waren, nicht wie üblich als Reiter mit ihrem Pferd sondern zu Fuß in den Krieg zogen. Die ersten dieser Söldner kamen aus Memmingen. Sie zogen in der Gefolgschaft von Georg von Frundsberg, dem Vater der Landsknechte als Fähnlein in den bayerischen Erbfolgekrieg und kämpften dort in der Böhmenschlacht von Schönburg am Wenzenberg (bei Regensburg am 15.09.1504) für Kaiser Maximilian I. Als Dank für seinen Sieg erhielt Georg von Frundsberg von Kaiser Maximilian I. den Ritterschlag. Entgegen den überlieferten Kleidungsritualien zeigten sich die Landsknechte in vielfältiger "Kostümierung" und stellten somit einen Tross von Söldnern dar, der bunter nicht hätte sein können. Ihr Erkennungszeichen war eine stangenartige Lanze, genannt Pike und die Hellebarde.