Der amerikanische "Stuart"-Panzer wurde auf dem europäischen Kriegsschauplatz im 2. Weltkrieg von den mittelschweren und schweren Kampfpanzern der Alliierten in den Schatten gestellt. Auf dem pazifischen Kriegsschauplatz dagegen überflügelte der "Stuart" die meisten japanischen Kampfpanzer, und rückte erst mit dem vermehrten Einsatz des M4 "Sherman" ins zweite Glied.
In den Nachkriegsjahren hat er sich in Lateinamerika aufgrund seiner einfachen Bedienung und Wartung und seines geringen Gewichts bewährt. In den vielen internen und externen Konflikten des südamerikanischen Kontinents erwies sich der "Stuart" als weitaus nützlicher als seine größeren Verwandten. Insbesondere Brasilien war sein Hauptverwender. Dort wurde der M3/M3A1 "Stuart" zum legendärsten Panzer in der Geschichte der brasilianischen Armee, der über 40 Jahre im aktiven Dienst stand, in verschiedenen politischen Unruhen eingesetzt wurde und maßgeblich zur Entwicklung der lokalen Streitkräfte und Rüstungsindustrie beigetragen hat. Verschiedene Panzermodelle, wie der X1 "Pioneiro", sind auf dem Fahrgestell des "Stuart" aufgebaut worden. Später sollte er das X1A2-Projekt inspirieren, den ersten in Serie gefertigten brasilianischen Kampfpanzer.