In der packenden Geschichte über die Geheimbeziehungen des Vatikans zur faschistischen Führung wird deutlich, dass sich Mussolini und Pius XI. zwar hassten, sich aus Gründen des Machterhalts aber dennoch stützten. Der ungebildete, ungläubige Duce und der gottesfürchtige Kleriker schlossen einen verhängnisvollen Pakt. Erst mit Einführung der Rassengesetze 1938 und der immer größer werdenden Nähe zu Nazi-Deutschland, dämmerte es Pius XI., mit wem er da paktiert hatte. Als er starb, konnte sein Nachfolger Eugenio Parcelli diesen Pakt fortsetzen. David Kertzers bahnbrechende Arbeit, die mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde, enthüllt das ganze Ausmaß der faschistischen Verstrickung. Auch dank der jüngsten Öffnung des Vatikanarchivs.
Zwei Stellvertreter Gottes standen dem Faschismus gegenüber: Der eine Papst schwieg öffentlich zum Holocaust. Sein Vorgänger, Papst Pius XI. (1857-1939), galt als der Papst, der dem Faschismus die Stirn bot. Bis jetzt.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Kertzer, D. I.
Titel
Der erste Stellvertreter. Papst Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus
Details
30 sw-Abb. Ca. 656 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Herder Verlag GmbH Hermann-Herder-Str. 4 79104 Freiburg Deutschland