Die Letov S.328 war neben dem kultigen Doppeldecker Avia B.534 das bekannteste tschechoslowakische Kampfflugzeug der Vorkriegszeit. Obwohl sie ursprünglich für die finnischen Luftstreitkräfte entwickelt worden war, wurde sie schließlich zu einem leichten Standardbomber und Aufklärungsflugzeug der tschechoslowakischen Armee. Sie wurde auch als schweres Jagdflugzeug oder Wasserflugzeug eingesetzt. Es gab insgesamt sechs leicht unterschiedliche Produktionsserien, von denen sich die erste und zweite (tschechisch: I. série und II. série) dadurch unterscheiden, dass die obere Rumpfbeplankung hinter dem Cockpit aus Blech gefertigt ist. Der Typ war unter den tschechoslowakischen Piloten liebevoll als "Kravka" oder "Kleine Kuh" bekannt. Während der Mobilisierung 1938 waren die S.328 bereit, die Republik zu verteidigen. Die tschechoslowakische Armee setzte die Smolíks gegen ausländische bewaffnete Gruppen ein, die unsere Grenzgebiete, vor allem zwischen der Tschechoslowakei und Ungarn, terrorisierten. Die Maschinen waren auch bereit, das Land gegen Nazi-Deutschland zu verteidigen. Doch aufgrund des Münchner Abkommens war eine Verteidigung letztlich nicht erforderlich, und die im ganzen Land eingesetzten S.328 fielen in die Hände der Nazi-Besatzungstruppen. Die Deutschen nutzten diese Flugzeuge vor allem zu Ausbildungszwecken, aber angeblich auch für nächtliche Einsätze an der Ostfront; einige von ihnen wurden später an Bulgarien verkauft. Die Maschinen, die auf dem slowakischen Gebiet der ehemaligen Tschechoslowakei eingesetzt wurden, waren Teil der neu gegründeten slowakischen Staatsluftwaffe und wurden 1939 bei Aktionen gegen Ungarn eingesetzt (so genannter Kleiner Krieg), später auch im Zweiten Weltkrieg, als der slowakische Staat an der Seite seines deutschen Verbündeten kämpfte. Die Smolíks kamen 1939 im Polenfeldzug und 1941 beim Angriff auf die Sowjetunion zum Einsatz, und obwohl sie bereits ziemlich veraltete Doppeldecker waren, konnten sie 1941-43 an der Ostfront einige Erfolge verbuchen. Auch beim Slowakischen Nationalaufstand, der 1944 ausbrach, leisteten sie erstaunlich gute Dienste. Im gebirgigen Gelände der Slowakei wurden die Letov S.328 sowohl als Aufklärer als auch als Bodenangreifer eingesetzt. Die aufständischen Kräfte Kravkas beanspruchten zahlreiche zerstörte feindliche Fahrzeuge für sich, und einem der Doppeldecker gelang es sogar, ein feindliches Fw 189-Aufklärungsflugzeug durch Abwehrfeuer des Maschinengewehrs des Beobachters abzuschießen. Auch die bulgarischen Flugzeuge, die ursprünglich hauptsächlich zur Seeüberwachung eingesetzt wurden, schlugen sich recht gut. Da Bulgarien sich den Alliierten im Kampf gegen Nazi-Deutschland angeschlossen hatte, waren die Smolíks auch an Aktionen gegen die Wehrmacht beteiligt. Die verbliebenen bulgarischen Maschinen flogen noch bis in die 50er Jahre, als sie abgeschrieben und verschrottet wurden. Die Rumpf- und Tragflächenteile der S.328-Modelle unterscheiden sich, um die Produktionsserien korrekt darzustellen (I./II.série = erste und zweite Serie, III.série = dritte Serie und später). Die Kleinteile sind für alle Boxings gleich und wurden mit CAD entworfen und in Metallformen gespritzt. Die Klarsichtteile sind ebenfalls im Spritzgussverfahren hergestellt. Da die slowakischen Aufständischen Letovs verschiedener Baureihen einsetzten, mussten wir dem Modellbauer einfach einen kompletten Satz aller möglichen Flügel- und Rumpfvarianten im Bausatz anbieten. Der Decalbogen ist für eine Maschine der ersten Serie und drei der späteren Serien vorgesehen. Drei der Varianten trugen Insignien der Aufständischen, die vierte hatte rote Sterne, da sie in der Verbindungsrolle eingesetzt wurde und quer über die Front flog.
Gruppe
Modellbau
Beschaffenheit
unbemalt, unmontiert (Bausatz, Kit)
Größe/Maßstab
Maßstab 1:72
Material
Kunststoff
Epoche
2. Weltkrieg und III. Reich
Zeit
1944
Nationalität/Ort
Mitteleuropa
Zustand
Ladenneu
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