Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab das britische Luftfahrtministerium die Spezifikation T.7/45 heraus, in der ein dreisitziges Trainingsflugzeug gefordert wurde, das die nordamerikanische Harvard im Trainingsprogramm sowohl der FAA als auch der RAF ersetzen sollte. Ursprünglich wurde für die Konstruktion ein Turboprop-Motor in Erwägung gezogen, doch auch aus Kostengründen wurde ein Standard-Kolbenmotor in Form eines zuverlässigen Merlin Mk.35-Typs bevorzugt. Auch das frühere Konzept eines dreisitzigen Flugzeugs wurde zugunsten einer zweisitzigen Cockpitanordnung aufgegeben. Eines der nach diesen Vorgaben entworfenen Flugzeuge war Baulton Pauls Typ Balliol T.2/Sea Balliol T.21, der zum letzten militärischen Muster wurde, das von dem berühmten Merlin-Motor angetrieben wurde.
Die Balliol war eine hochinteressante Maschine mit einem Klappflügel mit laminarem Strömungsquerschnitt und einem riesigen Cockpit mit nebeneinanderliegenden Pilotensitzen. Für die RAF wurde die Version T.2 hergestellt, und die Maschinen kamen hauptsächlich bei der No.7 Flying Training School in Cottesmore und dem RAF College in Cranwell zum Einsatz. Die navalisierte Version T.21 wurde an die FAA geliefert und verfügte über eine spezielle Marineausrüstung, Fanghaken, einen Propeller mit kleinerem Durchmesser, verstärkte Fahrwerksbeine und hydraulisch betätigte Klappflügel (die ursprüngliche Balliol-Konstruktion hatte ein manuelles Klappsystem). Insgesamt wurden 196 T.2 und weitere 30 der navalisierten T.21 produziert. Letztere kamen bei FAA-Schulungseinheiten sowie an Bord der HMS Triumph, einem damaligen Kadettenschulschiff, zum Einsatz. Die Balliol/Sea Balliol blieben bis Anfang der 1960er Jahre im Einsatz, als sie durch modernere strahlgetriebene Typen ersetzt und der Royal Ceylon Air Force zum Export angeboten wurden. Die RCyAF nutzte ein Dutzend überholter Flugzeuge, von denen sechs während ihres Einsatzes bei der RCyAF verloren gingen und die überlebenden in den späten 1960er Jahren ausgemustert wurden. Die Firma Baulton Paul hatte auch eine Maschine als Vorführmaschine im Einsatz. Sie war pflaumenrot lackiert mit weißen Verzierungen und trug die zivile Registrierung G-ANZF und die Seriennummer VR603.
Unsere Neuauflage des Balliol-Bausatzes umfasst die Vorführmaschine G-ANZF der Firma und zwei Ceylon-Maschinen. Der Decalbogen bringt auch detaillierte Schablonen mit. Neben den Styrolteilen enthält der Bausatz auch Resinteile sowie Fahrwerksräder und Kraftstofftanks und einen Satz PE-Teile. Der Bausatz ermöglicht eine Klappflügeloption mittels Resinteilen.
Gruppe
Modellbau
Beschaffenheit
unbemalt, unmontiert (Bausatz, Kit)
Größe/Maßstab
Maßstab 1:72
Material
Kunststoff
Epoche
Moderne Armeen
Zeit
ab 1950
Nationalität/Ort
Großbritannien
Zustand
Ladenneu
Kein Spielzeug! Nicht für Kinder unter 14 Jahren!
Special Hobby s.r.o. V Lipkách 775/1 154 00 Praha Tschechische Republik