Die Blohm Voss BV 155B sollte genau diese Waffe werden, um die neuen amerikanischen B-29 Höhenbomber aufzuhalten. Doch diese prächtigen Maschinen wurden in den Pazifikraum geschickt und die Entwicklung der BV 155B wurde nicht zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Die Entwicklung war in der Tat recht kompliziert und fand ursprünglich bei Messerschmitt als Me 155 statt, die ursprünglich als Marinejäger für den geplanten, aber nie fertiggestellten Graf-Zeppelin-Träger gedacht war. Da sich die Anforderungen des RLM im Laufe der Zeit änderten, wurde der Typ auch zu einer Höhenmaschine, der Me155B, umgestaltet. Da das Messerschmitt-Entwicklungsteam mit mehreren anderen Projekten überlastet war, beschloss das RLM, die Projektarbeit an Blohm Voss zu übertragen, wo jedoch der Chefkonstrukteur von Blohm Voss, Richard Voght, das Projekt für ziemlich schlecht hielt und es schließlich komplett neu entwarf. Auch die Bezeichnung des Typs änderte sich in BV 155 und das neue Flugzeug war viel größer und hatte einen Flügel mit großer Spannweite. Ein vierblättriger Propeller wurde von einem aufgeladenen DB 603U-Motor angetrieben, dessen Kühler unter der Tragfläche angebracht waren. Die erste BV 155V-1 absolvierte ihren Jungfernflug am 1. September 1944 ausgestattet mit einem Druckcockpit und einer Rb 50/30-Kamera hinter dem Pilotensitz. Die geplante Bewaffnung sollte aus einer 30 mm MK108 Kanone in der Propellerwelle und zwei 20 mm MG151/20 Kanonen in den Flügeln bestehen. Bei den ersten Flügen traten mehrere Probleme auf, von denen das Team jedoch einige schließlich beheben konnte. Zwei weitere Prototypen, die V-2 und die V-3, waren ebenfalls teilweise gebaut worden. Richard Voght dachte auch über die BV 155C nach, eine Version, die ihren Kühler im vorderen Rumpf haben sollte. Die vorrückenden britischen Truppen machten all diesen Plänen ein Ende, als sie das Blohm-Voss-Werk und auch den Flugplatz Hamburg-Finkerwerder besetzten. Die RAF soll die BV 155 erprobt haben, zumindest wurde dem Typ eine Inventarnummer zugeteilt. Zunächst ging die BV 155 nach Großbritannien, anschließend über den großen Teich in die USA. Heute lagert die bereits unvollständige Maschine im Depot des National Air and Space Museum. Das Modell dieses einzigartigen Höhenjäger-Prototyps wurde bereits von unserem Team gefertigt und ist nicht mehr erhältlich. Das Modell, das wir Ihnen jetzt anbieten, ist eine komplette Neuentwicklung, bei der einige Bauteile in Metallformen hergestellt werden. Der Bausatz besteht aus drei grauen Styrol-Angüssen, einem Anguss mit Klarsichtteilen und zwei sehr schön detaillierten Resinteilen. Der Decalbogen wurde fachmännisch von der italienischen Firma Cartograf gedruckt.
Gruppe
Modellbau
Beschaffenheit
unbemalt, unmontiert (Bausatz, Kit)
Größe/Maßstab
Maßstab 1:72
Material
Kunststoff
Epoche
2. Weltkrieg und III. Reich
Zeit
1933 - 1945
Nationalität/Ort
Deutschland
Zustand
Ladenneu
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