Im Mittelpunkt des Bandes steht die Geschütztechnik als integraler Bestandteil sowohl einer Festung als auch der Belagerung einer solchen. Mit dem Aufkommen der Artillerie seit dem 14. Jahrhundert stellte sich schnell heraus, dass die bisherigen Befestigungen der Geschosswirkung unterlegen waren. Es wurden natürlich nicht sofort geeignete Lösungen für dieses Problem gefunden, sondern es setzte eine Phase des Experimentieren ein.
Neben der Verstärkung der Mauern durch die Aufschüttung von Artilleriewällen wurden gänzlich neue Baukörper entwickelt, so Rondelle, Geschütztürme und flache Halbschalentürme. Schließlich erkannte man die spitzwinklige Bastion als grundlegenden Bestandteil eines bastionären Systems als beste Lösung. Allerdings bot sie keinen Schutz z. B. vor weitreichenden Geschützen, die Brandbomben in befestigte Städte warfen. So lieferten sich bis in das 20. Jahrhundert hinein Belagerungsartillerie und Befestigungswesen einen Wettlauf, wobei der Vorteil tendenziell auf der Seite der Artillerie lag. Nicht umsonst wird daher auch die Befestigung als bauliche "Reaktion" auf die Artillerie bezeichnet. Die jeweilige bauliche und technische Ausgestaltung der Befestigung richtete sich nach der jeweiligen eigenen Geschütztechnik und der erwarteten Artillerie des Angreifers. Die Geschütztechnik bestehend aus Rohr, Lafette, Bettung und Munition ist dabei die Grundlage für die Planung und Ausführung der notwendigen Baulichkeiten.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Titel
Technische und bauliche Aspekte der Festungs- und Belagerungsartillerie
Details
Paperback, sehr viele sw- und Farbabb., zahlreiche Lageskizzen von Festungsanlagen. 352 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Schnell & Steiner GmbH Leibnizstr. 13 93055 Regensburg Deutschland