Als Theoderich der Große im Jahr 500 als König der Ostgoten in die Stadt Rom einmarschierte, hätte man den Bürgern Roms verzeihen können, dass sie dachten, ein Kaiser sei zurückgekehrt. Alles, was er tat, von seiner Reise über seine Ankunft bis hin zu seinen Handlungen in der Stadt selbst, war eine Nachahmung römischer Ausdrucksformen imperialer Macht. Die Rolle des Kaisers bleibt jedoch komplex und facettenreich, und genau die Machtbefugnisse, denen Theoderich nacheifern wollte, hatten selbst eine komplexe Geschichte. Erst als Augustus, der erste Kaiser Roms, im Jahr 14 n. Chr. starb, akzeptierte Rom endlich die Tatsache, dass nun ein Princeps regierte, wo einst der Senat die Macht innehatte. Anthony Smart liefert eine neue Studie über die römischen Kaiser von Augustus bis zum späten 5. Jahrhundert n. Chr., verwoben mit Studien über spätere mittelalterliche Herrscher. Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil befasst sich mit Quellen (z. B. Münzen, Reden, Geschichtswerke). Der zweite Teil befasst sich mit Themen (wie Krieg, Frieden, religiöse Einheit und emotionale Kontrolle). Der letzte Teil befasst sich mit konkreten Beispielen imperialer Macht und damit, wie diese Persönlichkeiten das Wesen der imperialen Herrschaft verändert oder modifiziert haben. Im gesamten Buch kehrt der Autor immer wieder zu folgenden Fragen zurück: Was bedeutete es, in dieser Welt Kaiser zu sein? Wie regierten sie? Waren sie proaktiv oder reaktiv? Ist es richtig zu sagen, dass ein Kaiser das ist, was ein Kaiser tut, oder ist die Realität doch komplexer? Und vor allem: Wer schafft das Bild des Kaisers? Der Hof, der Senat oder das Volk von Rom?
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Smart, Anthony
Titel
Emperor of Rome
Details
Englischer Text, 20 sw-Abb. 208 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
How the Roman Empire Was Ruled, 30 Bce to 476
Pen & Sword Books Ltd Church Street 47 S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich