Dies ist die Geschichte des Flugplatzes West Malling - von seinen Anfängen über seine Rolle im Zweiten Weltkrieg, in dem sich etliche dramatische und tragische Ereignisse zutrugen, bis hinein in die Zeit des Kalten Krieges. Nach dem Ersten Weltkrieg zunächst als privater Landeplatz eröffnet - und damals noch unter dem Namen "Kings Hill" bekannt -, wurde der Flugplatz West Malling im Jahr 1930 zur Heimat der "Maidstone School of Flying". Daraufhin erfolgte die Umbenennung in "West Malling Airfield" und im Jahr 1932 in "Maidstone Airport". Die Bedeutung des Flugplatzes für die RAF trat im Juni 1940 in den Vordergrund; zu diesem Zeitpunkt war die Station bereits mit einer Betonlandebahn ausgestattet worden. Die ersten Flugzeuge trafen am 8. Juni 1940 ein. Als Großbritanniens erster ausgewiesener Nachtjägerstützpunkt wurde RAF West Malling in den darauffolgenden Jahren zur Heimat zahlreicher berühmter Piloten - Männer wie John Cunningham, Peter Townsend, Bob Braham und sogar Guy Gibson, der später durch die "Dambusters"-Operation Berühmtheit erlangte. Im Sommer 1944 gelang es Flugzeugen der Typen Mosquito, Spitfire und Mustang Mk.3, zahlreiche V-1-Flugbomben erfolgreich abzufangen; zudem spielten diese Einheiten eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Landung der Alliierten am D-Day. Nach Kriegsende wurden Einheiten wie die 25. und 85. Staffel mit Nachtjägern des Typs Meteor NF sowie mit Flugzeugen der Typen de Havilland Vampire und Venom ausgerüstet, wodurch die strategische Bedeutung West Mallings als Nachtjägerstützpunkt bis weit in den Kalten Krieg hinein fortbestand. Auch die 500. Staffel ("Kents Own") wählte RAF West Malling in diesem Zeitraum zu ihrer Heimatbasis. In den 1960er Jahren war zudem eine "Facility Flight"-Einheit der US Navy auf dem Flugplatz stationiert. Nach seiner Schließung als operativer Militärflugplatz im Jahr 1969 nahm West Malling wieder einen zivilen Charakter an: In den 1970er und 1980er Jahren beherbergte das Gelände unter anderem eine Segelflugschule, den Flugzeughersteller Short Brothers sowie mehrere große "Warbird"-Flugshows - bis der Flugplatz schließlich endgültig geschlossen und für eine städtebauliche Neuentwicklung freigegeben wurde. Anthony J. Moors akribisch recherchiertes und reich bebildertes Buch ist das erste Werk, das die gesamte Geschichte der Rolle West Mallings bei der Verteidigung des Vereinigten Königreichs erzählt und detailliert schildert, wie der Flugplatz der RAF über achtundzwanzig ereignisreiche Jahre hinweg treue Dienste leistete.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Moor, Anthony J.
Titel
RAF West Malling
Details
Englischer Text, einige Abb. 439 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
The RAF's First Night Fighter Airfield. WWII to the Cold War
Pen & Sword Books Ltd Church Street 47 S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich