Aufstieg einer Kriegernation. Philip Matyszak erforscht zwei Themen: wie Sparta zu der einzigartigen Gesellschaft wurde, die es war, und den Aufstieg der Stadt von einem peloponnesischen Dorf zur militärischen Supermacht Griechenlands. Vor allem aber konzentriert er sich auf den spartanischen Hopliten, den archetypischen griechischen Krieger, der zu seiner Zeit in ganz Griechenland respektiert und gefürchtet war und der inzwischen zur Legende geworden ist. Der Leser lernt den Menschen hinter dem Mythos kennen: wer er war, wer er zu sein glaubte und das Umfeld, das ihn hervorbrachte.
Ihre Zeitgenossen waren von den Spartanern fasziniert und wir sind es immer noch. Sie werden als die stereotypen Macho-Helden dargestellt: edel, lakonisch, völlig furchtlos und unempfindlich gegen Unannehmlichkeiten und Schmerzen. Was das Studium von Sparta so interessant macht, ist die Tatsache, dass die Spartaner diesem Bild weitgehend entsprachen.
Das antike Sparta war jedoch eine Stadt der Gegensätze. Wir mögen ihre körperliche Härte und ihr Heldentum in der Not bewundern, aber die Spartaner missbrauchten auch systematisch ihre Kinder. Sie gaben den Bürgerinnen Rechte, die in Europa bis in die Neuzeit unerreicht waren, und unterwarfen ihre eroberten Völker einer mörderischen Schreckensherrschaft. Obwohl es von den athenischen Zeitgenossen des Sokrates idealisiert wurde, war Sparta nahezu frei von intellektuellen Errungenschaften.