Eine Generation, die dazu erzogen wurde, für das Reich zu leben und zu sterben. Von den Millionen Jungen, die zwischen 1933 und 1945 die Lehren des Nationalsozialismus in sich aufsogen, zogen die meisten voller Eifer in den Krieg - begierig darauf, Deutschland nicht nur seinen vermeintlich rechtmäßigen Platz zu sichern, sondern auch für jenen Mann zu sterben, den sie als ihren "Vater" betrachteten: Adolf Hitler. "To Die for Hitler" zeichnet das Bild dieser folgenschweren Ära - durch die Augen ihrer brillantesten, wenngleich berüchtigtsten Anführer sowie jener Kindersoldaten, die sie formten. Baldur von Schirach - ein gesellschaftlicher Aufsteiger, der sowohl der deutschen als auch der amerikanischen Aristokratie entstammte - ließ Hitlers Jugendorganisation von wenigen Tausend auf Millionen Mitglieder anwachsen. Der gleichermaßen akademisch begabte wie straßenerfahrene Artur Axmann schuf eigens für sie eine eigene Division. Josef Goebbels - der "Svengali" des Nationalsozialismus - schuf jene Atmosphäre, die sie atmeten. Einem einzigen Mann in unbedingter Loyalität verbunden, formten sie jene Legionen, die für ein ganz bestimmtes - und letztlich verhängnisvolles - Ziel benötigt wurden. Es erwies sich als ein gewaltiges und mitreißendes Unterfangen. Für Jugendliche wie jene des Jahrgangs 1928 waren Begriffe wie "Niederlage" und "Kapitulation" schlichtweg unvorstellbar. Rudi Schulz meldete sich im Alter von sechzehn Jahren freiwillig zur 12. SS-Panzerdivision "Hitlerjugend". Seine Wochen als Angehöriger eines "Panzerjagdkommandos" - inmitten der entscheidenden Endkämpfe in Norddeutschland während des letzten Kriegsmonats - wurden zum Beweis seiner Hingabe und zu einem Geheimnis, das er zeitlebens für sich behielt. Der temperamentvolle Robert Ullrich, dessen Großvater eine bedeutende Kölner Privatbank besaß, fand im Training für den Kampf um das Reich jene Spannung und Kameradschaft, nach denen er sich gesehnt hatte. Da er nie wirklich erwachsen wurde, klammerte er sich an den "Führer" und hielt seine kalifornischen Wurzeln streng geheim - selbst in jenen Momenten, in denen seine Flakbatterie feindliche Flugzeuge über Wien vom Himmel holte. Der weltoffene Gerhard Wolf sog all jene Inhalte begierig in sich auf, die das Reich ihm über das Kino, das Schulwesen und die Jugendausbildung vermittelte. Stolz darauf, in den Reihen der Waffen-SS zu dienen, kämpfte er später als jugendlicher Kriegsgefangener verzweifelt ums nackte Überleben. Diese Jungen erfüllten den Traum, der ihnen verheißen worden war - bis zu seinem unfassbaren und tragischen Ende.