Im antiken Griechenland war Sparta einzigartig, da es dort ein Doppelkönigtum gab, bei dem zwei Könige aus verschiedenen Clans, den Agiaden und den Eurypontiden, gleichzeitig regierten. Diese Institution war bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. gut entwickelt, als Theopompos aus dem Eurypontiden-Clan als erster registrierter spartanischer König in Erscheinung trat. Zwischen Theopompos und dem Agiaden Kleomenes III., der 222 v. Chr. starb, übten mindestens siebenundfünfzig Männer das Amt des spartanischen Königs aus. Während fast des gesamten Zeitraums war das spartanische Königtum in erster Linie ein militärisches Amt, und so verkörpern die Könige einen Großteil der Militärgeschichte Spartas. Wo auch immer die Hauptschlachten Spartas stattfanden, waren die Könige dabei. Natürlich entschied der Charakter des jeweiligen Königs oft über den Ausgang einer Schlacht oder eines Feldzugs. Leonidas I. bei den Thermopylen ist ein Beispiel dafür. Am anderen Ende der Skala lehnte der junge und nicht kriegerische Pleistoanax zweimal eine Begegnung mit den Athenern ab, als er gegen diese Stadt geschickt wurde. John Carr bietet eine chronologische Darstellung der Könige und ihrer Leistungen (oder deren Fehlen), vom Gründerclan der Herakleidai bis zu Kleomenes III. und seinem Nachfolger, dem Diktator Nabis, und der römischen Eroberung in der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Das Buch soll keine vollständige Geschichte Spartas sein. Es soll eine Geschichte von menschlichem Interesse und eine Kriegsgeschichte sein, die die Aufmerksamkeit auf die persönlichen Qualitäten der Könige sowie auf ihre (oder die ihrer Generäle) militärischen Leistungen und gegebenenfalls auch auf ihre Politik lenkt.