Philipp II. August regierte Frankreich über 40 Jahre lang mit eiserner Faust, erweiterte seine Grenzen und baute seine Macht aus. Während seiner gesamten Regierungszeit war sein Gegenspieler auf dem englischen Thron ein Mitglied der Plantagenet-Dynastie, und Philipp nahm es mit allen auf: Heinrich II., Richard I. Löwenherz, Johann ohne Land und Heinrich III. Und doch wissen wir so wenig über den größten Feind des mittelalterlichen Englands. Die Historikerin Catherine Hanley, Autorin des Buches "1217", behebt dieses Ungleichgewicht und holt Philipp in dieser Geschichte aus dem Schatten. Indem sie sich in die französischen Archive des Mittelalters vertieft, erforscht "Nemesis Philipps Beweggründe für seinen Angriff auf England, und dabei erfahren wir nicht nur etwas über ihn, sondern entdecken auch viel mehr über Englands bunteste und umstrittenste Herrscher - die Plantagenets. Als Philipp 1180 den Thron bestieg, herrschte Heinrich II. von England dank seiner angevinischen und normannischen Abstammung sowie der von seiner Frau geerbten Herrschaft über Aquitanien über einen größeren Teil Frankreichs als Philipp selbst. Am Ende von Philipps Herrschaft im Jahr 1223 schlug das Pendel der Macht in die andere Richtung aus. "Nemesis" zeigt, wie Philipp die ständigen familiären Streitigkeiten der Plantagenets ausnutzte, um seine Herrschaft über Frankreich zu sichern. Seine gerissenen politischen Manöver in Verbindung mit der Beherrschung des mittelalterlichen Schlachtfelds machten Frankreich zu einer europäischen Großmacht.