In "Warsaw. A City at War, 1939-45" beleuchten die Historiker Prit Buttar und Lottie Taylor die beispiellose Geschichte einer Stadt, die zwischen den beiden Besatzungsmächten Deutschland und der Sowjetunion gefangen war, und die Widerstandskraft ihrer Bürger. Diese Geschichte zeigt, wie Warschaus jahrhundertealter Kampf um Identität den Verlauf der Kriegserfahrung prägte. Nur 21 Jahre lang blühte Warschau als stolze Hauptstadt eines unabhängigen Polens, bis es 1939 mit dem Einmarsch Deutschlands verraten wurde. Doch das Herz der Stadt - ihre Bevölkerung - weigerte sich zu kapitulieren. Vom tragischen Aufstand im Ghetto bis zum heldenhaften stadtweiten Aufstand leistete Warschau erbitterten Widerstand gegen den systematischen Versuch, die Stadt von der Landkarte zu tilgen. Die Geschichte endet nicht mit dem Kriegsende, denn Warschau befand sich hinter dem Eisernen Vorhang gefangen. Diese Erzählung handelt nicht nur von Schlachten - sie handelt von einer Stadt und ihren Bewohnern, deren unerschütterlicher Geist sie in den dunkelsten Zeiten prägte. Unter Einbeziehung seltener Archivmaterialien, darunter unzählige Augenzeugenberichte, werden die Kriegsjahre Warschaus auf eindrucksvolle Weise zum Leben erweckt.