Ursprünglich war die Blackburn "Buccaneer" als trägergestütztes Seeangriffsflugzeug konzipiert und wies viele originelle Merkmale auf, wie z. B. die "Boundary Layer Control", ein System, das heiße Luft über die Flugflächen blies, um den Auftrieb bei der Landung zu erhöhen. Neu war auch der drehbare Bombenschacht, der eine leichtere Wartung und Zugänglichkeit sowie einen geringeren Luftwiderstand ermöglichte.
Das erste Modell, die S Mk. 1, wurde 1961 bei den Marineluftstreitkräften in Dienst gestellt. Die S Mk. 2 kam 1964 und wurde von Rolls-Royce Spey-Triebwerken angetrieben, die einen erheblich größeren Schub erzeugten. Die Flugzeuge waren mit Raketenbehältern, bis zu 1000 Pfund Freifallbomben, "Martel"-Luft-Schiff-Raketen oder dem nuklearen "Red Beard"-System bewaffnet. Während der finanziellen Umwälzungen Mitte der 1960er Jahre beschloss die Regierung, die RN-Trägerflotte in den Ruhestand zu versetzen, wodurch der Bedarf an Starrflüglern entfiel. Gleichzeitig wurde das TSR2-Entwicklungsprogramm aufgegeben, so dass die RAF ohne ein neues Angriffsflugzeug da stand. Die S Mk. 2B, eine landgestützte "Buccaneer" mit größerer Reichweite und Nutzlast, wurde 1969 in die RAF aufgenommen, und Anfang der 1970er Jahre trugen auch die ehemaligen "Buccaneers" der Marineluftstreitkräfte RAF-Markierungen.