Ein Porträt des österreichisch-ungarischen Jagdfliegers Eugen Bönsch. Diese Publikation führt den Leser durch das Leben des tschechisch-deutschen Piloten, eines gebürtigen Riesengebirgers, Betreibers der bekannten Hütte Lucní Bouda und Pioniers der Segelfliegerei in der Region. Besonderes Augenmerk liegt naturgemäß auf seiner militärischen Fliegerkarriere - insbesondere seinem Einsatz bei der erfolgreichsten österreichisch-ungarischen Jagdfliegerstaffel, der Flik 51J, an der italienischen Front. Anstoß zu diesem Buch war die Entdeckung von Bönschs über hundert Jahre altem Tagebuch aus den Kriegsjahren 1917/18. Darin schildert er nahezu taggenau seinen Eintritt in die Fliegerei, seine Pilotenausbildung und vor allem seinen Kampfeinsatz über dem Isonzo und der Piave mit der Flik 51J. Das erhaltene Tagebuch, das den Zeitraum von Mitte Februar 1917 bis Anfang Mai 1918 umfasst, ist ein einzigartiges und wertvolles Zeugnis der österreichisch-ungarischen Jagdfliegerei und des Luftkriegs an der italienischen Front. Es bietet zahlreiche neue Einblicke, bereichert die bestehenden Archivbestände und verleiht ihnen eine persönlichere und dramatischere Dimension. Bönschs Augenzeugenbericht über das heftige Gefecht mit britischen RFC-Jägern am 30. März 1918 nahe des Flugplatzes Ghirano revidiert sogar die lange etablierte britische Interpretation dieser Episode erheblich. Im Anschluss an Bönschs Kriegserzählung enthält das Buch kurze biografische Skizzen mehrerer Piloten, die mit seinem Militärdienst in Verbindung standen. Der Text wird ergänzt durch Tabellen, die die Aktivitäten der Fliegerkompagnie 51J und von Eugen Bönsch zusammenfassen, sowie durch zahlreiche Dokumente und Karten. Modellbauer werden die farbigen Profilzeichnungen der Albatros D.III (Oef) (verschiedene Versionen), Fokker B.II, Hanriot HD.1 und Sopwith F.1 Camel zu schätzen wissen.