Die Kollaboration zwischen 1940 und 1944 ist keine Erfindung des deutschen Siegers; dieser besetzt, verwaltet, verfolgt, plündert, ohne sich um die Zustimmung des Besiegten zu kümmern. Es ist der Besiegte, der als erster dieses Wort verwendet und ihm eine Bedeutung gibt, in der Hoffnung - die sich schnell als Illusion herausstellt -, davon zu profitieren. Die Kollaboration impliziert die Akzeptanz der Niederlage und des daraus resultierenden Waffenstillstands. Als bewegliches und sich weiterentwickelndes Konzept setzt sie eine permanente Anpassung an die Umstände, die Anforderungen der Besatzer, die Bedürfnisse der Franzosen und den Verlauf des 2. Weltkrieges voraus. Sie zeichnet sich durch eine außerordentliche Vielfalt an Haltungen und Verhaltensweisen aus und nimmt je nach Person, Umfeld, Region und Zeitpunkt sehr unterschiedliche Formen und Ausprägungen an. Dieses Wörterbuch listet Begriffe, Ereignisse, Orte, Organisationen, Veröffentlichungen und Akteure der Kollaboration auf französischem Gebiet auf und berichtet auch über die Erinnerung an dieses Phänomen (Entwicklung der Ideologie, Geschichtsschreibung, Filmografie ...). Es eröffnet neue Perspektiven, indem es die komplexe Realität der Kollaboration in Frankreich zwischen 1940 und 1944 aufzeigt.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Broche, Francois
Titel
Dictionnaire de la Collaboration
Details
Französischer Text, Paperback. 1140 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
Collaborations, compromissions, contradictions
Histoire et Collections Avenue de la République 5 75011 Paris Frankreich