Ein Band aus der Reihe "Europe @ War". Hier untersucht Robert F. Williams den radikalen Pentomic-Übergang der US-Armee von 1956 bis 1962, einen verzweifelten Versuch, auf dem nuklearen Schlachtfeld relevant zu bleiben. Angetrieben von Eisenhowers "New Look"-Strategie und der intensiven Rivalität zwischen den Streitkräften um schwindende Ressourcen, strebte die Armee danach, sich zu transformieren und in einer von Atomkriegen geprägten Zukunft effektiv zu operieren. Dieses Buch befasst sich eingehend mit den doktrinären Veränderungen, die ein verstreutes, nichtlineares Schlachtfeld mit kleinen, mobilen Einheiten vorsahen, die über immense Feuerkraft verfügten. Es beschreibt detailliert das ehrgeizige Streben nach hochtechnischen Waffen, darunter nuklearfähige Boden-Boden-Raketen und den vielseitigen Einsatz von Hubschraubern. Williams untersucht auch die erheblichen Herausforderungen bei der Rekrutierung und Bindung von technisch versiertem Personal für diese neue, komplexe Streitkraft, die oft mit der öffentlichen Wahrnehmung und der Konkurrenz zwischen den Teilstreitkräften zu kämpfen hatte. Obwohl die Pentomic-Struktur ihr öffentliches Image als moderne und zukunftsorientierte Streitkraft geschickt pflegte, scheiterte sie letztendlich als funktionsfähige Kampforganisation. Ihre Mängel waren auf eine unpraktische Doktrin, technologische Lücken und logistische Komplexitäten zurückzuführen, was schließlich zu ihrer Aufgabe führte. Dieses Buch zeigt, wie dieses entscheidende, wenn auch zum Scheitern verurteilte Experiment die institutionelle Kultur der US-Armee und ihren nachhaltigen Ansatz für die moderne Kriegsführung tiefgreifend geprägt hat. "The Pentomic Army. The U.S. Army and the Nuclear Battlefield in the 1950s-60s" ist durchgehend mit Originalfotos und den für die Reihe typischen Farbbildern illustriert.