Band 34 der Reihe "From Musket to Maxim 1815-1914". Im Gegensatz zu den existierenden Biographien, die Kitchener als Briten behandeln, betrachtet der Autor von "Kitchener. The Man not the Myth" ihn als Außenseiter innerhalb des britischen Establishments. Von seinen 64 Lebensjahren verbrachte er nur 11 Jahre in England, und diese waren nicht zusammenhängend.
Er lernte von seinen Mitmenschen auf eine Art und Weise, die von den in England Gebildeten nicht immer verstanden und gewürdigt wurde. Ausgehend von den vorhandenen Biographien über Kitchener geht das Buch über seine militärischen Erfolge hinaus und untersucht, wer Kitchener war und wie er zu der Person wurde, die wir zu kennen glauben. Archivmaterial und autobiografische Berichte von Zeitgenossen, die Kitchener begegnet sind und mit ihm zusammengearbeitet haben, wurden herangezogen, um gängige Auffassungen zu bestätigen oder zu hinterfragen. Dabei werden auch seine Fähigkeiten, Interessen, Überzeugungen und Beziehungen berücksichtigt. Das Buch zeichnet seinen Werdegang von der Geburt in Irland über die Erziehung in Europa und die Ausbildung in Woolwich bis hin zu dem, was er aus seinen militärischen Erfahrungen gelernt hat. Es wird auf seine Beziehungen zur Freimaurerei, zu Journalisten, Politikern, Untergebenen und Frauen eingegangen. Sein Sinn für Geschichte, sein kulturelles Bewusstsein und sein Weitblick machten ihn zu einem Mann, der seiner Zeit voraus war. Trotz all seiner Fehler war Kitchener loyal, verlässlich, einfühlsam und 1914 der beste Mann für die Aufgabe.