Die Entwicklung der deutschen Schlachtschiffe, 1864-1918
Im Jahr 1864 erwarb die preußische Marine, das Kernstück der späteren Kaiserlichen Marine, ihre ersten Panzerschiffe von Großbritannien und Frankreich. Bis dahin hatte sie als relativ unbedeutende Streitkraft existiert, die hauptsächlich aus einer Handvoll Kanonenbooten, Korvetten und anderen kleinen Schiffen bestand. In den folgenden 50 Jahren sollte sich die Flotte jedoch von diesen kleinen Anfängen zu einer Flotte entwickeln, die in der Lage war, die Royal Navy auf hoher See zu bedrohen. Die Entwicklung der kaiserlichen deutschen Marine spiegelte den Aufstieg Deutschlands als technische Macht nach der Wiedervereinigung im Jahr 1871 wider. Ein solcher Aufstieg erforderte jedoch mehr als nur technisches Können - er erforderte einen beträchtlichen politischen Willen und wirtschaftliche Ressourcen.
Die ersten Kapitel von From Ironclads to Dreadnoughts befassen sich mit dem anfänglichen Ankauf von Schiffen aus dem Ausland, der Umstellung auf deutsche Werften und den zögerlichen Versuchen Kaiser Wilhelms II, die Marine zu entwickeln. In den späteren Kapiteln werden die grundlegenden Veränderungen nach der Ernennung von Alfred von Tirpitz zum Marineminister im Jahr 1897 dargestellt. Sie konzentrieren sich auf die Geschichte der verschiedenen Schiffsklassen, von ihren Anfängen über die vielfältigen gestalterischen Einflüsse bis hin zu ihrer Einsatzgeschichte und ihren Einzelschicksalen.
Begleitet wird der Text von einer reichhaltigen Auswahl an Abbildungen, Fotografien, Karten und Tabellen, von denen viele noch nie zuvor veröffentlicht wurden und die nach langjährigen Recherchen aus dem umfangreichen Bundesarchiv in Freiburg oder aus mehreren Privatarchiven - darunter auch denen der beiden Autoren - stammen.