Band 1 der Reihe "A Time of Knights 400 CE to 1453 CE". Die Schlacht von Visby wurde während der dänischen Invasion Gotlands im Jahr 1361 ausgetragen. "Fall of the Merchant-Farmer Republic" analysiert den Feldzug, präsentiert neue Forschungsergebnisse zu den Waffen, Rüstungen und der militärischen Organisation der gotländischen Kaufmann-Bauern-Republik, beschreibt die gegnerischen Armeen im Detail und erläutert den Ausgang der Schlacht und ihre Folgen. Gotland, die größte Insel der Ostsee, war ein autonomes schwedisches Gebiet. Gotland litt unter Spannungen zwischen den traditionellen ländlichen Kaufleuten und Bauern und den Bürgern der stark befestigten Stadt Visby, die Teil der mächtigen Hanse war, hinsichtlich der Handelsrechte. Die Kaufleute und Bauern von Gotland betrieben Handel in der gesamten Ostseeregion sowie von Großbritannien bis zum Schwarzen Meer und standen damit in direkter Konkurrenz zur reichen und monopolistischen Hanse. Als König Valdemar Atterdag mit dänischen Rittern und erfahrenen deutschen Söldnern auf der Insel landete, war sein Hauptgegner die gut bewaffnete ländliche Miliz. Nach zwei Niederlagen zogen sich die Gotländer nach Visby zurück, in der Erwartung, dass sich die Bürgermiliz und die Söldner der Stadt ihnen im Widerstand gegen die Invasoren anschließen würden. Die Schlacht von Visby endete mit einer katastrophalen Niederlage für die Miliz von Gotland, wobei Tausende außerhalb der Stadtmauern ums Leben kamen - eines der berüchtigtsten Massaker des Mittelalters. Ihre Überreste, die bei modernen archäologischen Ausgrabungen entdeckt wurden, bieten einen einzigartigen Einblick in die Waffen, Rüstungen und Organisation einer einzigartigen Kaufmann-Bauern-Gesellschaft. Auf der Grundlage der neuesten archäologischen Erkenntnisse zum Schlachtfeld und einer Vielzahl skandinavischer und internationaler Quellen rekonstruiert "Fall of the Merchant-Farmer Republic" nicht nur den Verlauf der Schlacht, sondern auch die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kräfte, die sie geprägt haben. Das Ergebnis ist die bislang detaillierteste Studie über die dänische Eroberung Gotlands und ihre nachhaltigen Auswirkungen auf das Machtgleichgewicht im Baltikum.