Band 141 der Reihe "From Reason to Revolution 1721-1815" schreibt die Geschichte des Kampfes im 18. Jahrhundert neu, indem es die Infanteristen und ihre Erfahrungen in den Mittelpunkt stellt. In der populären Erinnerung und im Film werden diese Männer als roboterhafte Automaten dargestellt, doch sie kämpften auf flexible und anpassungsfähige Weise und prägten die Kriegsführung des 18. Jahrhunderts. In "Infantry in Battle" liefert Alexander S. Burns ein neues Verständnis der Kämpfe in der Mitte des 18. Jahrhunderts: der entscheidenden Zeit zwischen 1733 und 1783. Der Autor argumentiert, dass Soldaten des 18. Jahrhunderts informell über die Autorität ihrer Offiziere auf dem Schlachtfeld verhandelten, indem sie ohne Befehl schossen, auf größere Entfernungen schossen, als es ihre Offiziere bevorzugten, und auf dem Schlachtfeld in Deckung gingen. In diesem Prozess spielten diese Soldaten eine wichtige Rolle, indem sie taktische Reformen von unten durchsetzten. "Infantry in Battle" stützt sich auf Archivrecherchen über die amerikanische, britische und preußische Armee. Es deckt jedoch auch die Armeen des militärischen Europas im weiteren Sinne ab und enthält Schriften von österreichischen, französischen, italienischen, polnischen, russischen, spanischen und schwedischen Soldaten. Es ist auch das erste englischsprachige Buch, das Archivmaterial über Schlachten aus dem Polnischen Erbfolgekrieg in Norditalien verwendet. "Infantry in Battle" ist eine wissenschaftliche Monografie, die jedoch für ein breites Publikum geschrieben wurde. Wie sein Mentor, der verstorbene Christopher Duffy, verfügt Alexander S. Burns über langjährige Verbindungen zur professionellen militärischen Ausbildung sowie zu Wargamern und Reenactors. Er durchbricht den Mythos und zeigt uns motivierte Soldaten, die in der Lage waren, ihre Taktik an die Erfordernisse des Schlachtfelds anzupassen, und keine terrorisierten Automaten, die von ihren Offizieren fest kontrolliert wurden.