Band 132 Reihe "Century of the Soldier 1618-1721". Auf der Grundlage umfangreicher Archivforschungen und veröffentlichter Primärquellen untersucht "Garrisons and Garrison Warfare in the British Civil Wars" die Rolle von Garnisonen - ihre Zusammensetzung, Logistik, Finanzierung, Bewaffnung und Bekleidung - unter besonderer Berücksichtigung von Worcester, Lichfield und Windsor. Die Militärgeschichte der britischen Bürgerkriege hat sich oft auf Schlachten, Feldzüge und Feldarmeen konzentriert und dabei die Organisation und Funktion von Garnisonen sowie die Bedeutung von Belagerungen und Garnisonskriegen vernachlässigt. Dabei wird jedoch ein entscheidendes Merkmal des Konflikts übersehen: Die häufigsten Formen der Kampfhandlungen waren nicht festgelegte Gefechte, sondern Belagerungen und Angriffe auf befestigte Stellungen. Abgesehen von der Bildung der New Model Army im Jahr 1645 wurden sowohl royalistische als auch parlamentarische Truppen in beträchtlicher Zahl sowie erhebliche militärische Ressourcen für die Besatzung von Städten, Ortschaften und Häfen eingesetzt. Die Versorgung und Unterhaltung dieser Garnisonen stellte häufig eine schwere Belastung für die lokale Zivilbevölkerung dar, die zur Abgabe von Steuern, Gütern und Arbeitskräften gezwungen war. Garnisonstruppen spielten auch eine dynamische Rolle bei Feldoperationen - sie marschierten aus, um andere Streitkräfte zu verstärken, bevor sie zum Schutz in ihre Festungen zurückkehrten. Die städtischen Zentren und ihre Garnisonen kontrollierten darüber hinaus den Handel und den Personenverkehr, indem sie das umliegende Hinterland und wichtige Transportwege beherrschten. Indem diese Studie sich mit dieser übersehenen Dimension der Kriege befasst, leistet sie einen wertvollen Beitrag zu unserem Verständnis der Garnisonstruppen und der wichtigen Aktivitäten, die sie durchführten.
Autor
Abram, Andrew
Titel
Garrisons and Garrison Warfare in the British Civil Wars, 1638-1653