In der frühen Neuzeit wurden drei dominante Kriegskulturen durch eine Synergie ihrer internen und externen Interaktionen geprägt. Die eine war das lateinisch-christliche Westeuropa. Eine andere war der osmanische Islam. Die dritte, nicht weniger wichtige, aber oft übersehene, war Ostmitteleuropa: Polen/Litauen, Livland, Russland und die unabhängigen Kosaken. William Urbans faszinierende Erzählung ist eine integrierte Darstellung des frühneuzeitlichen Krieges auf den Punkt gebracht: von Feldzügen und Schlachten, Soldaten und Generälen.
Zeitlich reicht sie von der französischen Invasion in Italien im Jahr 1494 bis zu Österreichs Siegen auf dem Balkan, die im Vertrag von Peterwardein 1718 gipfelten. Geografisch erstreckt er sich von den Niederlanden bis in die Tiefen der Ukraine. Diese Erzählung konzentriert sich wiederum auf die wichtigsten analytischen Punkte Urbans: die Ablösung der "Volksheere" durch Berufsheere und die Integration der Berufsheere in die Kronheere, d. h. in staatlich beaufsichtigte, bürokratisierte Institutionen. Der Schlüssel zu diesem Prozess waren die Söldner. Ursprünglich rekrutiert, weil die Feudalaufgebote die militärischen Anforderungen der frühen Neuzeit nicht mehr erfüllen konnten, entwickelten sich die Söldner zu geschickten Anwendern einer immer komplexeren Schießpulvertechnologie in immer komplexeren taktischen Situationen. Am Ende des 17. Jahrhunderts identifizierten sich die Soldaten mit den Staaten und den Herrschern, denen sie dienten.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Urban, William
Titel
Matchlocks to Flintlocks. Warfare in Europe and Beyond 1500-1700
Details
Englischer Text, Paperback. 304 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Frontline Books 47 Church Street, Barnsley S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich