Nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrags im Jahr 1919 durfte Deutschland keine U-Boote mehr bauen oder betreiben. Es fanden geheime Schulungen auf finnischen und spanischen U-Booten statt, und in niederländischen Werften wurden weiterhin U-Boote nach deutschen Plänen gebaut. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs plädierte Dönitz für eine 300 Boote zählende U-Boot-Flotte, da seine 57 U-Boote "dem britischen Seehandel nur Nadelstiche versetzen konnten". Im August 1939 verließ U-48 unter dem Kommando von "Vaddi" Schultze Deutschland, um rund um England eine Warteposition einzunehmen. Den ersten Erfolg erzielte es am 5. September, als es den britischen Frachter Royal Sceptre torpedierte, dann am 8. September die Winkleigh. Bei beiden Gelegenheiten - der ersten von vielen - erwies sich Schultze als bemerkenswerter Menschenfreund: Er richtete Signale an Churchill, in denen er die Positionen der versenkten Schiffe mitteilte, damit die Besatzungen gerettet werden konnten. Bis zum 1. August 1941 hatte U-48, das erfolgreichste Boot des Zweiten Weltkriegs, 56 Handelsschiffe mit 322.478 Bruttotonnen und eine Korvette versenkt. Anschließend wurde es als Ausbildungsboot in die Ostsee verlegt. Schultze wurde Kommandeur einer U-Flotille und später zum Kommandeur der Marineakademie Schleswig ernannt. Er starb 1987 im Alter von 78 Jahren. U-48 wurde am 3. Mai 1945 abgewrackt.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Kurowski, Franz
Titel
U-48. The Most Successful U-Boat of the Second World War
Details
Englischer Text, Paperback, 16 Tafeln mit Abb. 192 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Frontline Books 47 Church Street, Barnsley S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich