Dieses Buch bietet einen neuen Blick auf die Deutschen - die größte und vielleicht vielfältigste fremdsprachige Gruppe im Amerika des 19. Jahrhunderts. Auf der Grundlage der neuesten Erkenntnisse von beiden Seiten des Atlantiks, mit Schwerpunkt auf der Geschichte von unten und unter starker Heranziehung von Beispielen aus Briefen von Einwanderern, präsentiert dieses Werk eine Reihe überraschender neuer Erkenntnisse. Besondere Aufmerksamkeit wird dem deutsch-amerikanischen institutionellen Netzwerk gewidmet, das aufgrund der Größe und Vielfalt der Einwanderergruppe besonders stark war. Nicht nur konfessionelle Schulen, sondern auch öffentliche Grundschulen in Dutzenden von Städten boten Unterricht in der Muttersprache an. Erst nach 1900 kam es in den meisten deutschen Kirchen zu einem langsamen Übergang zur englischen Sprache. Dennoch führte die antideutsche Hysterie des Ersten Weltkriegs weniger zu einem plötzlichen Ende der kulturellen Bewahrung als vielmehr zu einer Beschleunigung eines bereits zuvor begonnenen Niedergangs. Von diesem Zeitpunkt an wurde die größte ethnische Gruppe Amerikas auch zur am wenigsten sichtbaren, aber insbesondere in ländlichen Enklaven blieben Spuren der deutschen Kultur und Sprache bis zum Ende des 20. Jahrhunderts erhalten.
Autor
Kamphoefner, Walter D.
Titel
Deutsche in Amerika
Details
334 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
Ein historischer Überblick
Franz Steiner Verlag GmbH Maybachstr. 8 70469 Stuttgart Deutschland