Attila war von 434 bis zu seinem Tod im März 453 der Herrscher der Hunnen, eines wilden Nomadenvolkes aus dem Kaukasus. Er war auch der Anführer eines Stammesreichs, das neben den Hunnen aus mehreren mittel- und osteuropäischen Stämmen bestand, darunter Ostgoten, Alanen und Bulgaren.
Während seiner Herrschaft war er einer der gefürchtetsten Feinde des West- und Oströmischen Reiches. Er überquerte zweimal die Donau und plünderte den Balkan, konnte aber Konstantinopel nicht einnehmen. Auf seinen erfolglosen Feldzug in Persien folgte 441 eine Invasion des Oströmischen (Byzantinischen) Reiches, deren Erfolg Attila ermutigte, in den Westen einzudringen. Er versuchte auch, das römische Gallien zu erobern, überquerte 451 den Rhein und marschierte bis nach Orleans, bevor er in der Schlacht in der Katalaunischen Ebene gestoppt wurde.
Anschließend fiel er in Italien ein und verwüstete die nördlichen Provinzen, konnte aber Rom nicht einnehmen. Er plante weitere Feldzüge gegen die Römer, starb jedoch im Jahr 453. Nach Attilas Tod führte sein enger Berater, Ardaric von den Gepiden, einen germanischen Aufstand gegen die hunnische Herrschaft an, woraufhin das Hunnenreich schnell zusammenbrach.
Unsere Miniatur zeigt das Thema auf dem Höhepunkt seiner militärischen Macht.