Dieses Buch stellt die wichtigsten der während des 1. Weltkriegs eingesetzten Kampfmesser vor. Das gilt sowohl für offiziell eingeführte wie auch von den Soldaten privat beschaffte Exemplare. Denn viele Armeen versorgten ihre Truppen zu spät oder in zu geringer Zahl mit geeigneten Blankwaffen. Vorgestellt werden Grabendolche und Kampfmesser aus Deutschland, Österreich-Ungarn, Italien, Frankreich, Belgien, Großbritannien und Commonwealth-Staaten und den USA. Spezielle, an der Front vorgenommene Modifikationen werden in einem eigenen Kapitel behandelt. Nach einem kurzen Einführungstext zu jeder Kriegspartei folgt die bildliche Darstellung der verschiedenen Blankwaffen (Gesamtansichten und Detailfotos, historische Fotos zeigen die Trageweise der Grabendolche).
Der 1. Weltkrieg war durch die zunehmende Technisierung des Militärwesens geprägt. Aufgrund der großen Präzision und Feuerkraft, zu der sich Artillerie und Maschinengewehre entwickelt hatten, waren die Militärs überzeugt, dass dem Kampf auf große Entfernungen die Zukunft gehörte. Ein Zweikampf zwischen zwei Soldaten galt als unwahrscheinlich oder zumindest als Seltenheit. Doch das Gegenteil war der Fall: Der Bewegungskrieg der ersten Monate erstarrte alsbald zu einem Stellungskrieg. Ganze Armeen gruben sich in Schützengräben ein, die Befestigungswerke, die den ersten weltweiten Krieg des 20. Jahrhunderts prägten. Die Enge der Gräben führte zu einer der Industrialisierung des Kampfes gegenläufigen Entwicklung: War der Gegner in die eigenen Linien eingedrungen, so entschieden oft die besseren Nahkampfwaffen und Nahkampftechniken das Duell. Dies führte zu einer Wiederentdeckung des Messers, das zuvor von den Militärs als Waffe totgesagt worden war.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Peter-Michel, Wolfgang
Titel
Grabendolche. Militärische Kampfmesser des Ersten Weltkriegs
Details
2., erweiterte Auflage. Paperback, sehr viele sw-Abb. 225 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Wolfgang Peter-Michel Von-Wylich-Str. 10 51491 Overath Deutschland