Während der Annexion durch Deutschland (1870-1918) wurden Metz und ein Teil Lothringens, die annektiert worden waren, durch die "Presse Messine" vertreten, die sich aus dem Lorrain und dem Messin zusammensetzte. Eine identitätsstiftende, frankophone, frankophile, patriotische und protestierende Presse. Nach der Rückkehr zu Frankreich im Jahr 1918 und angesichts der Bedrohung durch Deutschland wurde dieselbe Presse zum Wächter des wiedererlangten Frankreichs. Mit einem soliden Informationsnetzwerk und unter der Leitung von herausragenden Chefredakteuren, die Deutschland und die diplomatischen Geheimnisse bestens kannten, machte es sich die "Presse Messine" zur Aufgabe, vor der wachsenden Gefahr durch Deutschland zu warnen. Die Bedrohung durch ein Deutschland, das sich gegen die demokratische Weimarer Republik stellte, Frankreich feindlich gesinnt, nationalistisch, pangermanistisch, militaristisch und revanchistisch war... Ein Deutschland, das schon vor dem Nationalsozialismus entschlossen war, sogar einen Krieg zu führen, um den Vertrag von Versailles von 1919 zu Fall zu bringen und seinen Platz als Weltmacht zurückzugewinnen. Die Weitsicht der Presse Messine war unglaublich, doch leider wurde sie von Frankreich nicht beherzigt. Eine vierjährige Recherche- und Illustrationsarbeit wurde in Gang gesetzt, um dieses Werk zu verwirklichen.