Im 18. und 19. Jahrhundert basierte die Militärstrategie sowohl auf Manövern wie Umgehungs-, Einkreisungs- oder Verfolgungsmanövern als auch auf einer Kombination aus Stoß- und Feuerkraft. Während der Beschuss zu Recht der Infanterie und Artillerie zugeschrieben werden kann, ist der Angriff hauptsächlich Aufgabe der Kavallerie und insbesondere der schweren Kavallerie. Genau dieses Prinzip, das Napoleon in seinen taktischen Kombinationen anwandte, führte zur Gründung von 14 Kürassierregimentern innerhalb der Grande Armée. Hier ist die Geschichte dieser Kürassierregimenter vom Ancien Régime bis zur Dritten Republik, eine Neuauflage einer Arbeit, die seinerzeit in der Revue de cavalerie erschienen ist. In seinem erstmals 1890 veröffentlichten Précis gibt der Kommandant de Juzancourt (1845-1896) zunächst einen Überblick über die Geschichte der Kürassierregimenter des Ersten Kaiserreichs und geht dabei bis zu ihren Ursprüngen in den unter Ludwig XIII. und Ludwig XIV. aufgestellten Kavalleriekorps zurück. Anhand der Veränderungen und Neuerungen während der Revolution und des Ersten Kaiserreichs verfolgt er dann die Geschichte dieser Regimenter "durch die Menschen" bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1815. Ab der Zweiten Restauration wurden jedoch neue Kürassierregimenter gebildet, die keine direkte Verbindung zu den vorherigen hatten. Anschließend erzählt das Précis die Geschichte der 1816 und später neu gegründeten Regimenter, indem es sie anhand ihrer Rangordnung mit ihren Vorgängern von 1815 in Verbindung bringt.